Manchmal frage ich mich, ob ich mit meinen Gefühlen ganz alleine bin, oder ob andere Menschen ebenso unter dem Christentum und den Schatten, die das christliche Denken über ihr Leben bringt, leiden. Als ich selbst noch glaubte, fühlte ich mich jedes Mal elend, wenn ich an einem sonnigen Samstag Nachmittag durch die Stadt spazierte und an einem Stand missionierender Christen vorbeikam. Ihre Warnungen und das düstere Bild, das sie von der Welt malen – wir sind alle, ohne es zu wissen, unter der Herrschaft des Teufels, und diese Erde schreit danach, dass Christus bald wiederkommt und die Menschheit richtet – liessen mich vor Angst erstarren. Ich übertreibe nicht: Mir schnürte sich jedes Mal der Magen zusammen, ein Schwindel überkam mich, und ich fühlte mich unendlich schwach, wollte nur noch schlafen. Das Gleiche geschah, wenn ich ihre Plakate las: „Kehret um, bevor es zu spät ist. Der Herr richtet jetzt seine Herrschaft auf.“ Der Endzeitglaube der Christen verlieh meiner ganzen Jugend und meinem Dasein als junge Erwachsene eine depressive Grundnote. Ich fühlte mich stets gedrängt, die letzten Fragen des Lebens zu lösen, bevor mein Leben so richtig begann. Diese subtilen Drohungen von der Herrschaft des Teufels und vom Ende der Welt - ich fühlte mich so hilflos, wenn ich sie hörte. Daheim, in meinem stillen Kämmerlein, weinte ich oft darüber: Ich will doch nichts mit dem Teufel zu tun haben. Sieht denn Gott nicht, dass ich ein liebenswerter Mensch bin, der gerne leben möchte, ohne an ein Ende zu denken? Habe ich es wirklich verdient, von den Christen derart verängstigt zu werden? Wovon soll ich genau umkehren? Und wenn ich von allem umkehren würde, wie könnte ich dann noch weiterleben? Es liegt doch in der Natur des Menschen, dass er Fehler macht, „sündigt“, wie es die Christen ausdrücken. Inwiefern soll ein Leben nach einer Umkehr anders sein? Wir sind ja nicht alles Betrüger und Diebe. Die meisten Menschen leben doch ihr Leben auch ohne Jesus nach bestem Wissen und Gewissen. Und ich frage mich: Kann sich überhaupt jemand ernsthaft freuen, wenn er die Botschaft hört, dass der Herr seine Herrschaft aufrichtet? Ich selbst zitterte beim Gedanken an Jesu baldige Wiederkunft, denn ich hatte nie das Gefühl, dass ich zu den Erretteten gehören würde. Wie soll ich mich da freuen? Wenn das Christentum wahr ist, dann haben viele Menschen, Menschen wie ich, nicht mehr viel zu lachen. Wie kann man sich Jesu Wiederkunft herbeisehnen? Selbst wenn man sich nichts vorzuwerfen hat und im Augenblick gerade rein vor Gott dasteht: Wie kann man sich einen Tag herbeiwünschen, an dem Millionen von Mitmenschen dafür verurteilt werden, dass sie auf dieser Erde gelebt haben, ohne nach Gott zu fragen? Wenn ich Feinde hätte, dann würde ich nicht einmal meinem ärgsten Feind den Schrecken und die ewigen Konsequenzen wünschen, die dieser Augenblick mit sich bringen würde. Ist Gott ein unberechenbarer Vater, der seine Kinder in Angst und Schrecken versetzt? Warum bestraft er uns für Dinge, denen wir machtlos gegenüberstehen? Wie kann Gott von uns Menschen erwarten, dass wir uns in der Welt des Spirituellen, deren Regeln wir nicht kennen, richtig verhalten? Der Mensch wurde doch nicht dafür geschaffen, gegen spirituelle Mächte anzukämpfen. Gott darf uns doch nicht dafür zur Rechenschaft ziehen, dass wir uns – in Unkenntnis über das Reich des Spirituellen – von den falschen Mächten, die uns Menschen spirituell dermassen überlegen sind, irreleiten lassen, zumal er selbst nie mit unmissverständlichen Worten zu uns Menschen spricht. Wir Menschen sind doch so vielen Gemütslagen, Eindrücken, Gefühlen, inneren und äusseren Stimmen ausgesetzt, und wir können kaum je erkennen, welchen Ursprung diese Stimmen haben. Wenn wir Gottes Stimme hören und als diese identifizieren könnten, dann würden wir ja keine Fehler mehr machen. Kein Mensch lässt sich doch absichtlich fehlleiten. Vielmehr schwimmen wir hilflos in einem Meer der Eindrücke, und uns fehlt oft die Fähigkeit unsere Eindrücke richtig einzuordnen. Die Christen bürden mir mit ihren Warnungen eine Verantwortung auf, die kein Mensch tragen kann. Ich bin überfordert mit den Forderungen, die Gott ihrem Weltbild zufolge an uns Menschen stellt. Ich kann nicht ermessen, was mein irdisches Denken und Handeln in der Ewigkeit für Konsequenzen hat…
Verfasst von: Mirjam | Mai 29, 2008
Angst vor den Warnungen der Christen
Veröffentlicht in Glaube | Schlagworte: Angst vor Christen, Christus, Herrschaft, Jesu Wiederkunft, missionierende Christen, wiederkommt
Hallo Mirjam,
ich frage mich ob Sie das Evangelium jemals als das, was es ist, nämlich die „Frohe Botschaft“ erfahren oder gehört haben? Für mich ist die Botschaft vom Kreuz nicht ein Qual oder erdrückende Last sondern eine unaussprechliche Freude und Erlösung. Wenn ich mir die Tat am Kreuz bewusst mache, werde ich voll Dankbarkeit und nicht Wut oder Angst. Für mich ist Gott nicht der, der Spass daran hat die Menschen leiden zu sehen, oder sie zu bestrafen. Nein, sondern ER liebt die Menschen so sehr, dass er alles gibt um ihnen eine Möglichkeit zu geben wieder zu IHM zu kommen.
Dass die Menschheit voll Bosheit und Verderbtheit ist, ist ja offensichtlich. Dazu muss man sich nur einen Tag lang die Menschen in der Welt anschauen. Überall ist Falschheit und Gewalt. Und ich denke, dass es auch sehr einleuchtend ist, dass ein Gott, der diese Welt geschaffen hat, heilig ist. Dass ER nicht mit solch einer Bosheit zusammen kommen kann! Aber die Botschaft der Bibel ist ja nicht da zu Ende, sondern da beginnt ja erst das Evangelium. Dass Gott uns Menschen, die wir keine Möglichkeit haben unsere Schuld irgendwie zu tilgen, eine Möglichkeit gibt unsere Schuld durch seinen Sohn loszuwerden, der dafür Mensch werden musste und unendlich leiden musste, damit ER meine Schuld auslöschen kann.
Ich finde diese Botschaft sehr befreiend und nicht erdrückend. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass Sie jetzt wo Sie sagen, dass dieser Gott der Bibel nicht wahr ist frei sind und mit dem wie Sie als Mensch sind zufrieden sein können. Ohne Jesus würde ich in meinem Leben auf der Erde keinen Sinn sehen weil mich eine Jagd nach Freuden, bei der andere auf der Strecke bleiben nicht befriedigen kann.
Ich bete für Sie, dass Sie die „Frohe Botschaft“ der Bibel erkennen und diese Sie frei macht wie sie mich frei gemacht hat. Vielleicht sollten Sie sich mehr damit beschäftigen herauszufinden wie Gott wirklich ist und weniger auf die Menschen schauen, die Gott auf dieser Erde dienen wollen, denn die sind alle voller Fehler. Gottes Bodenpersonal besteht aus begnadigten Sündern nicht aus Menschen die so heilig sind, dass sie Gottes Kinder heißen dürfen.
Ich hoffe, dass Sie sich von mir nicht angegriffen oder verurteilt fühlen, denn ich kann mich nicht über irgend einen Menschen stellen.
Nils
Von: puskundyck am Mai 30, 2008
um 10:55
Hallo Mirjam,
erst einmal beglückwünsche ich Dich zu den vielen Fragen die Du hast.
Ich hatte sie auch. Heute nach fast 30 Jahren erlebe ich zum 1. Mal das Gefühl, dass mein innerer Schmerz und damit alle brennenden Fragen sich wirklich auflösen können bzw. aufgelöst haben.
Meine Angst vor der Hölle war riesengroß. Aber ich hatte noch viel mehr Angst, dass meine Eltern und Geschwister und andere Pharisäer in der Hölle landen konnte als ich selber. Das konnte ich aber keinem so richtig klar machen und so blieb ich im Teufelskreis stecken. An diesem Teufelskreis hat nur einer sein Vergnügen und zwar der Teufel selber. Es gibt eine mächtige Macht, die ein Interesse hat uns unglücklich zu sehen.
Dagegen steht Gottes Wunsch uns glücklich und froh zu sehen. Diese beiden Kräfte und es sind sehr starke Kräfte kämpfen um uns.
Ich habe nach einem sehr starken Berufungserlebnis, ich war drei Wochen richtig verliebt und schäumte über vor Lebensglück, Gott gesagt: „ich will in keinen Himmel kommen von dem ich weiß, dass es eine Hölle gibt.“ Da Gott uns ernst nimmt mit unseren Wünschen hat er mich durch die Hölle geführt und begleitet.
Edith Stein, die in Auswitsch vergast wurde hat mal gesagt:
„Wer gesammelt in der Tiefe lebt sieht auch die kleinen Dinge in großen Zusammenhängen.“
und
„Wer die Wahrheit sucht Gott, ob es ihm bewusst ist oder nicht.“
Ich danke Dir für Deinen Mut und Deine Offenheit, Deine Klagen, Fragen und Entscheidungen so offen darzustellen. Mir zeigt es nur, wie sehr Du schon mit Gott eins bist, dass Du eigentlich alle äußeren Vorwürfe wie den Regen von Dir abtropfen lassen kannst. Bleib was Du bist bei den Gerechten, dass sind die mitfühlenden und mitleidenden Menschen.
Die inneren Vorwürfe sind nur durch Gebet zu vertreiben. Das sind die heutigen Rosse und Reiter, die verhindern wollen, dass die Seele in Gott seine Ruhe finden darf und schon hat.
Sei gewiss egal, was Du tust, sagst oder denkst Gott ist in jedem Atemzug bei Dir und trägt Dich. Er lässt Dir nur die Entscheidung, ob Du es glauben willst oder nicht.
Meine und die frohe Botschaft lautet: Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen als Mann und Frau und Gott wurde Mensch.
Warum benehmen wir uns so komisch und entwickeln Höllenängste? Weil wir aus einem liebenden Gott einen verdammenden Gott gemacht haben. Weil wir uns lieber an unseren Ängsten festhalten als die Freiheit der Liebe auszukosten.
Genieße Deine Freiheit, Gott hat nichts lieber als freie Kinder.
Von: rotegraefin am August 24, 2008
um 2:57
Hallo Mirjam
Du schreibst: „Wie kann man sich einen Tag herbeiwünschen, an dem Millionen von Mitmenschen dafür verurteilt werden, dass sie auf dieser Erde gelebt haben, ohne nach Gott zu fragen?“
Wir können uns diesen Tag herbeiwünschen oder auch nicht – er wird unfehlbar kommen. Denn Gott sagt es. Dannzumal werden sich alle Menschen, jeder einzelne, vor dem Thron des Allerhöchsten Rechenschaft abgeben über ihr Leben. Aber hier und heute ist noch die Zeit der Gnade. Gott will Erweckung schenken und seinen Heiligen Geist ausgiessen über alles Fleisch, er wartet nur auf Menschen, die sich selbstlos in seinen Dienst stellen, damit der Heilige Geist wirken kann. Es ist NICHT Gottes Wille, dass jemand verloren gehe; aber es wird viele Menschen geben, die sich nicht für Jesus Christus entscheiden, obwohl sie darüber Erkenntnis haben und obwohl sich die vorausgesagten Zeichen der Endzeit ständig mehren. Umso mehr gilt es, das alte Ego in den Tod zu geben und als neuer Mensch Jesus Christus gehorsam nachzufolgen, damit die wunderbare Liebe Gottes Unerrettete erreichen kann. Ein Christ ist kein Theologe, sondern Zeugnis und Brief der Liebe Gottes.
Peter
Von: peter herzog am Oktober 22, 2008
um 5:06
Lieber Peter,
Wenn ich Deine Zeilen lese, fällt es mir wie Schuppen von den Augen, wie verblendet ich selbst als Christin war. Genau diese Sachen habe ich auch die ganze Zeit rezitiert und weitergegeben, ohne dabei zu merken, dass diese Gedanken nichts als von Menschen erdachte Hirngespinste sind. Du schreibst diese Gedanken auf, als wären sie Fakten. Aber nur weil sie in verschiedenen jahrhundertealten Büchern geschrieben stehen, werden sie kein bisschen wahrer. Am Ende musst auch Du Dir eingestehen, dass Du Gott kein bisschen besser kennst als irgendein anderer Mensch, der je über diese Erde gewandelt ist…
Von: Mirjam am Oktober 22, 2008
um 6:21
Hallo Mirjam,
gut erkannt bei Peter Herzog. Es ist die immer wieder gleiche Leier. Bei solchen Leuten beginnt die Bibel erst mit Genesis 2,4 und damit mit einer Lüge.
Genesis 1,27 sagt aber aus, dass Gott den Menschen nach seinem Abbild und als Mann und Frau erschuf. Mit Christus wurde Gott Mensch und damit treffen wir in jedem Menschen Gott. Weil das so ist, ist alles andere Lüge.
Der Gott der Verbotes etwas zu erkennen ist erstunken und erlogen. Beziehungsweise hier werden Gott menschliche Verhaltensweisen untergeschoben, wie nur ein Kind seine autoritären Eltern erlebt hat. Menschen verbieten Erkenntnis, der lebendige Gott nicht.
Von: rotegraefin am Oktober 22, 2008
um 9:55
hallo rotegräfin
weil dir persönlich das VERBOT nicht passt, steht es dir nicht zu, Gottes Wort zu verdrehen. Mit Christus wurde Gott Mensch – ja und? – er ging ans Kreuz und trug deine und meine Schuld, auf dass wir wieder mit Gott im reinen sein können, wenn wir wollen!
Predige kein falsches Evangelium!
Von: peter herzog am Oktober 23, 2008
um 9:56
Lieber Peter,
Auf meinem Blog muss gar niemand ein Evangelium predigen. Ihr Christen habt genügend Raum im Internet, um den Menschen mit Euren verdrehten Lehren Angst einzujagen. Auf meinem Blog darf man auch Gedanken äussern, die nicht ins christliche Denkschema passen.
Von: Mirjam am Oktober 23, 2008
um 11:53
Mirjam,
du bist verstockt, rebellisch und verdreht. dann musst du halt weiter allein rumquengeln…
Von: peter herzog am Oktober 24, 2008
um 9:49
Lieber Peter,
Gehst Du immer so mit anderen Menschen um? Woher nimmst Du das Recht, so über mich zu urteilen? Was habe ich Dir getan? Ich habe Dir nur klarmachen wollen, dass Rotegraefin genauso das Recht hat, ihre Gedanken darzulegen wie Du. Ich teile ihre Ansichten auch nicht und kann ihren Gedankengängen oft auch nicht wirklich folgen. Aber ich habe sie als lieben Menschen kennengelernt, der versucht, Gott auf seine ganz eigene Art und Weise zu erfahren. Und davon darf sie doch wohl berichten, nicht wahr?
Von: Mirjam am Oktober 24, 2008
um 9:57
Hallo Mirjam,
danke für Deinen Schutz. peter herzog gehört leider zu den bekehrten Menschen, die noch nicht ganz in der Freiheit Gottes angekommen sind. Sie brauchen die seelische Stütze der Verbote.
Sie brauchen aber auch jemanden dem sie die Verbote, die sei selber aufgedrückt bekommen haben noch einmal vorhalten. Es ist ziemlich witzig, wie er Dich wie ein autoritärer Papi behandelt.
So etwas solltest Du nicht zu ernst nehmen sondern einfach nur auslachen.
@peter herzog
als guter Christ erwarte ich eigentlich von Dir, dass Du gelernt hast ein quengeliges Kind zu trösten und nach dem Grund der Quengelei zu fragen. Denn wenn Gott Dich bei Deinem Namen gerufen hat, dann solltest Du das auch von Mirjam annehmen. Du hast als Christ eine Aufgabe zu erfüllen, den Nächsten zu lieben wie sich selbst. So wie Du mit Mirjam zeigst Du nur, wie wenig Du bis jetzt geliebt worden bist und möchtest nur, das jemand Dein Unglück Dir abnimmt. Du bist mit Deinem Leid mit Jesus eins und damit mit Gott. In diesem Bewusstsein darfst Du glücklich und zufrieden sein.
Eine andere frohe Botschaft gibt es nicht.
Von: rotegraefin am Oktober 24, 2008
um 3:08
liebe rotegräfin,
danke! von dir kommt jetzt ein text, der echt tiefgang hat. du hast recht mit vielem, was du im obigen Text sagst. Ich tröste gerne quengelige kinder. Ohne die Person zu kennen und ohne ihr gegenüberzusitzen, ist es sehr schwer. Das internet ist dafür zugegebenermassen äusserst ungeeignet. Auf welcher grundlage kann ich trösten? Doch wohl nur auf der grundlage der wahrheit. Gottes Wort ist Wahrheit, dieses fundament brauchen wir. für mich enthält das Wort Gottes (die ganze Schrift, AT+NT) verbindliche antworten für jede lebenssituation. Ohne die Hilfe des Heiligen Geistes ist es nicht möglich, etwas hilfreiches zu sagen und zu tun.
ich weiss doch, wie schwierig ich selbst war und teilweise immer noch bin. aber ich habe gelernt, auch auf unbequeme worte Gottes keinerlei argumente (die bibel nennt das „vernünfteleien“ 2 Kor 10.4) mehr gelten zu lassen, sondern einfach zu hören, was der Geist sagt. Sicher sage ich manchmal zu viel; aber wir sind ja alle am Lernen, oder?!
Von: peter herzog am Oktober 25, 2008
um 5:22
Liebe Mirjam,
soviel ich erkennen kann, musst du schlimmes mit christen erlebt haben. das ist sehr schmerzlich. ich hatte es wahrscheinlich nicht besser als du. Ich habe mich auf menschen verlassen, statt auf Gott. und menschen machen fehler welcher art auch immer. ich habe lernen müssen, dass auch prediger, pastoren, apostel und lehrer etc. keine besseren Menschen sind als Nichtchristen! Darum hat uns Jesus den Heiligen Geist gesandt, damit er uns in alle Wahrheit führt. trotz aller enttäuschungen bin ich absolut überzeugt, dass Gott selbst uns nicht fallen lässt und dass Er uns seine grosse Liebe schenkt, wenn wir Ihn darum bitten, damit wir weiter gehen können und unsere Wunden heil werden. Jeder einzelne von uns ist aber (und das ist vielleicht eine unbequeme wahrheit im moment) selbst verantwortlich, die notwendigen schritte zu unternehmen, damit ihm geholfen werden kann. Gott reicht dir (und mir) die Hand, ergreifen musst du sie selbst.
Von: peter herzog am Oktober 25, 2008
um 5:39
Ich sage es jetzt zum letzten Mal: Ich wurde nicht von Christenmenschen verletzt sondern einzig und allein vom Christentum und dem Glauben an die Bibel selbst. Ich habe jetzt erkannt, wie schädlich dieser Glaube ist und bin glücklicherweise davon losgekommen.
Von: Mirjam am Oktober 25, 2008
um 7:09
Mit den Menschen habe ich übrigens kein Problem. Ich liebe die Menschen und habe viel Gutes erlebt mit anderen Menschen. Ich habe lediglich ein Problem mit einem Gott, der Menschen dazu auffordert, andere Menschen zu töten und zu seinen Ehren Tiere umzubringen. Einen solchen Gott kann ich kaum lieben.
Von: Mirjam am Oktober 25, 2008
um 7:12
Es verlangt auch kein vernünftiger Mensch von Dir einen solchen Gott zu lieben. Er ist der verführten und bösen Phantasie der Menschen entstanden. Genauso wie heute BinLaden und Bush der irrigen Meinung sind etwas für Gott zu tun.
Allerdings ist ein solcher „Gott“ gar kein Gott sondern eher sein von den Menschen geschaffenes Gegenteil.
Von: rotegraefin am Oktober 26, 2008
um 4:49
Emfehle folgende Webside u. dessen Autor:http://www.dober.de/reli-rallye/moser.html
Auszug daraus: „Es war mir als Kind so selbstverständlich, dass die Welt, die jetzige und die spätere, aus Geretteten und aus Verdammten bestand; das Fürchterliche war nur, dass ich, wie es auf manchen Bildern zu sehen ist, immer über dem Abgrund der Verdammnis hing und niemals wusste, wie lange der schmale Steg noch halten würde der mich trug Als im Religionsunterricht die Prädestinationslehre besprochen wurde, nach der es durch deinen unerforschlichen Ratschluss den Menschen von Anbeginn an bestimmt ist, ob sie zu den Geretteten oder den Verdammten gehören, überfiel mich eine entsetzliche Lähmung, weil alles ausweglos erschien. Mich faszinierte es, wie viele Mittel meinen katholischen Schulfreunden gelassen wurden, um sich doch noch zu retten, um Ablass zu erhalten. Ich lauschte oft atemlos ihren Berechnungen, wenn sie vor und nach der Kommunion, ihre Sünden und die Strafen und die Wiedergutmachungsforderungen berechneten, und wenn ihnen die Lage nicht aussichtslos erschien.
Ich habe dich, wie es mir deine Diener nahe legten, angestaunt ob deiner Güte, Abraham den Isaac nicht schlachten zu lassen. Du hättest es ja so leicht fordern können, er hätte es für dich getan, und mit dem Rest von Menschenwürde in deinem auserwählten Volk hätte es nur noch ein wenig fürchterlicher ausgesehen. Oder hast du vielleicht nur ein unverschämtes Glück gehabt, dass dir in letzter Sekunde die Idee kam, einen Engel an den Ort des geplanten Gemetzels zu schicken? Vielleicht wären dem guten Abraham doch noch Zweifel an den Vorteilen seiner privilegierten Beziehung zu dir gekommen, wenn ihn erst Isaacs Blut bespritzt hätte? Bei deinem eigenen Sohn warst du dann ungenierter und hast deinem Sadismus freien Lauf gelassen. Man hat mir weismachen wollen, dass du mit seiner Opferung am Kreuz den neuen Bund der Liebe hast einläuten wollen. Und wiederum habe ich versucht, auf allgemeine Aufforderung hin, dich anzustaunen, weil du für mich armen Sünder deinen einzigen Sohn geopfert hast. Das macht natürlich Eindruck. Wie schlecht muss ich sein, dass es einer solchen Inszenierung bedarf, um mich zu erlösen! Seltsam, seltsam – keiner von den Predigern hat je Verdacht geschöpft, dass vielleicht nicht mit uns, sondern mit dir etwas nicht stimmt, wenn du vor lauter Menschenliebe deinen Sohn schlachten lassen musstest. Und uns gibst du ihn dann zu trinken und zu essen, wie es heißt, zur Versöhnung.
Ich weiß, du hast nach mageren Jahren zur Zeit eher wieder Hochkonjunktur, und es könnte unfair scheinen gerade jetzt mit dir eine kleine Abrechnung zu halten Ich kann aber nichts dafür, wenn ich so unerhört lange gebraucht habe, dich zu durchschauen. Wie gesagt, ich hielt dich für verwest, bis ich entdeckte, dass du als Krankheit in mir weiterlebst…“
No comment. Hoffe, daß alle
endlich, endlich gesund werden.
PS. Meine liebe Sabine, die Frau, die ich unendlich liebe, hat unheilberen krebs. Wer ist schuld??? Ich ??? Bin für Tips dankbar.
Gruß und Seelenfrieden für alle……….????
Holger
Von: Holger am Januar 9, 2009
um 1:35
Lieber Holger,
Vielen Dank für Deine Empfehlung. Habe das Buch „Religionsvergiftung“ selbst noch nicht gelesen, aber ich habe schon viel davon gehört & ich glaube, es kann vom Christentum genesenden Menschen sehr helfen.
Es tut mir leid zu hören, dass Deine Sabine so schwer krank ist, und ich hoffe, dass Deine Frage, ob Du daran schuld bist, nicht ernst gemeint ist. Wer ist schon schuld, wenn ein Mensch erkrankt? Die Natur, vielleicht? Dinge, die für unsere Augen unsichtbar sind und sich unserem heutigen Wissensstand entziehen? Fehlfunktionen des menschlichen Körpers und der Psyche? Aber doch nicht ein Mensch, der liebt, selbst dann nicht, wenn er Fehler gemacht hat. Verschwende doch nicht die letzten Augenblicke Deines Lebens mit ihr, indem Du Dir Schuldgefühle einredest. Das Leben ist zerbrechlich, von Natur aus, Du kannst es schön gestalten und sie im Glanze des Augenblicks lieben, die Einmaligkeit des Lebens feiern, oder Du kannst in Schuld versinken und ihre letzten Monate oder Jahre auf dieser Erde zu einem Trauerspiel machen.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft…
Von: Mirjam am Januar 9, 2009
um 8:47
Kleine Korrektur:
Das Buch von Tilmann Moser heißt „Gottesvergiftung“
Er ist in einem sehr pietistischen Elternhaus aufgewachsen. In seinem späteren Buch:
„Grammatik der Gefühle“ der Gefühle, wird der Zusammenhang deutlicher elterliches Leid und verkorkstes Christentum.
Was mir an Tilman Moser so gut gefällt Er scheut sich nicht gleichzeitig Patient und Psychotherapeut zu sein. So bekommen seine Bücher etwas sehr authentisches. Was einem suchenden und findenden Menschen eine gute Hilfe sein kann seinen eigenen Weg in diesem Wirrwarr der Zeit zu finden.
@Holger
Ich habe in diesem Fall nur den einzigen Tipp.
Schaut aufs Kreuz, da hängt einer, den der Hass der Welt gekreuzigt hat. Und jeder leidende Mensch ist für mich mit diesem Identisch. Es gilt den ewigen Ankläger zum schweigen zu bringen und den der sich verantwortlich zeigt mit ins Paradies zu nehmen. Das ist alles! Es ist sehr einfach, aber das Einfache ist oft nicht leicht.
Jetzt ist es wichtig und notwendig alle Fragen nach dem Schuldigen hinten an zustellen und Dir und Deiner Frau jede Minute des Lebens so schön wie möglich zu machen.
http://18000malhoffnung.wordpress.com/18000-mal-hoffnung/
Vielleicht kann Dir dieser Blog helfen.
Von: rotegraefin am Januar 10, 2009
um 11:21
Danke für die Korrektur…
Von: Mirjam am Januar 10, 2009
um 8:16