<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Die Unterscheidung zwischen Gut und Böse</title>
	<atom:link href="http://suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com/2008/12/04/die-unterscheidung-zwischen-gut-und-bose/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com/2008/12/04/die-unterscheidung-zwischen-gut-und-bose/</link>
	<description>Ein Abschied vom Glauben</description>
	<lastBuildDate>Fri, 27 Nov 2009 20:10:31 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.com/</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: federhalter</title>
		<link>http://suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com/2008/12/04/die-unterscheidung-zwischen-gut-und-bose/#comment-87</link>
		<dc:creator>federhalter</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 22:49:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com/?p=39#comment-87</guid>
		<description>AUS  DER  WIRKLICHKEIT

Ich lag

in einem Tagebaue

und entschlief …

Da träumte mir, daß auch der liebe Gott ganz normale Eltern habe. Und man wußte bisher doch gar nichts von denen! Es waren einfache Leute. Deshalb sagten sie zu dem lieben Gott auch: „Sei brav!“ Oder: „Bis lieb!“ So wurde er also ein lieber Gott. Und blieb es. Der  l i e b e  Gott.

Aber er machte natürlich auch mal Unsinn. Wie Kinder eben so sind. Eines Tages klaute er zum Beispiel den Nordstern aus dem Himmelszelt. Alle Schiffskapitäne kamen durcheinander. Sie orientierten sich von da ab an der Stelle, wo nun nichts mehr leuchtete. Und weil der liebe Gott für diese Stelle verantwortlich zeichnete, sagten sie nicht mehr „Nordstern“ sondern „Ach, du lieber Gott“!

Eines Tages bekam der liebe Gott von seinen Eltern ein Briefmarkenalbum geschenkt. Auch er sollte wie alle braven Kinder etwas Sinnvolles mit seiner Freizeit anfangen – Briefmarken sammeln, zum Beispiel.

Da aber fast niemand Briefe an den nunmehr lieben Gott schrieb, außer einem kleinen Mädchen namens Anna (diese Briefe wurden aber nicht befördert, weil der Briefträger zuerst rechter Katholik und später deshalb ein Atheist geworden war und darum großen Dampf vor dem lieben Gott hatte) erhielt der kleine Briefmarkensammler in den letzten millionen Jahren keinen einzigen Brief. Und aus diesem Grunde besaß er auch keine Briefmarken.

Da saß er nun im weiten Himmelsraum, genau dort, wo die Unendlichkeit an die Endlichkeit angrenzt, – sozusagen am Bordstein der Zeiten – und hatte nichts als seine Briefmarkenpinzette und ein leeres Album mit der Aufschrift: ALLE MEINE MARKEN.

Vom langen Herumsitzen in der Ewigkeit schläfrig und zugleich sehr aufmerksam geworden, bemerkte der liebe Gott eines schönen Abends, wie von unten herauf seltsame Dinge emporstiegen. Sie sahen alle sehr blass aus und waren an den Rändern samt und sonders ausgefranst. An den Rändern also glichen sie sich alle – aber im Kern waren sie wie unterschiedliche Bilder und oft sogar sehr verschieden.

Man konnte sie fangen und dann an ihnen ziehen, so wie an gekautem Kaugummi etwa. Sie gaben dabei leise Geräusche von sich, als ob sie leise schrien. Der liebe Gott hörte ein deutliches „iiiiiihhh“. Deshalb, und weil er im Himmel auch oft Theo gerufen wurde, nannte er sie „Theorien“.

Und weil er nun keine Briefmarken hatte, nahm er seine silberne Briefmarkenpinzette her und fing ganz geschickt die zu ihm aufsteigenden Theorien ein, ganz vorsichtig machte er das. Er wollte die Ecken und Ränder nicht noch mehr beschädigen. Und dann schob er seine Theorien in das Album.

Es sah allerliebst aus. Er ordnete die Theorien nach Motiven. Welche über ihn selbst (den lieben Gott!) waren auch dabei. Über das Feuer und das Geld. Über die Seele und die Kraft. Über die Liebe gab es welche und über die Revolution. Am meisten gefielen dem lieben Gott aber die Theorien über das Kochen und den Weinanbau. Am blödesten dagegen fand er die Theorien über das Sein. Diese waren meist sehr klein und hatten quallenartige Ränder, welche manchmal sogar feucht zu sein schienen und das Album gefährdeten. Am ausgereiftesten waren die Theorien über Spiele.

DAS Prachtstück in der Sammlung war die Theorie darüber, daß es gar keine Theorien gibt. Sie war dreieckig und an den Rändern total fest. Dafür hatte sie aber in der Mitte ein Loch – und dessen Ränder waren schwammig und fast dreidimensional verdickt.

Der liebe Gott wollte seinen Vater einmal danach befragen, – aber der hatte immer keine Zeit. Er guckte sehr viel fern, trank Bier mit dem einsamen Nachbarn oder lag in der Gartenlaube und las alte Zeitschriften immer und immer wieder von hinten bis vorn durch.

Und weil die Mutter vom lieben Gott sich nicht für geistliche Dinge interessierte, sondern – ja, was machte sie eigentlich den ganzen lieben langen Tag? – zeigte der liebe Gott eines Tages das Briefmarkenalbum mit den Theorien seinem alten Freund dem Teufel.

„Cool“ sagte der. Und: „Genial!“

„Wollen wir tauschen?“ fragte er dann den lieben Gott.

„Warum nicht“, antwortete dieser. Und so setzten sie sich beide auf eine Wolkenbank. Denn auch der Teufel hatte von seinen Eltern einmal ein Briefmarkenalbum geschenkt bekommen und war auf die aufsteigenden Theorien aufmerksam geworden. Nur, – seine Eltern hatten ihm keine Pinzette vermacht. Und deshalb sahen die Theorien des Teufels manchmal ganz zerknickert aus. Es fehlten hier oder da ein paar Zähne und das Album schaute auch recht schmuddelig aus. Die Eltern vom Teufel sagten nämlich nicht immer zu ihm: „Sei recht artig und führe dich gut auf, mach uns keine Schande“ und dergleichen Sachen. Dieses hatte eben seine Auswirkungen. Man sah es dem Album an.

Da saßen sie nun beide und merkten, wie ihre Schatten auf die liebe gute alte Erde fielen und dort dadurch jene Theorien abgebildet wurden, welche dann als sie selbst zu ihnen langsam aufstiegen, um nach ihrer Ankunft ewig zu werden in den Alben ihrer Eltern, welche zusammen gerade Bier tranken und alte Schlager hörten.

Gott und sein Freund, der Teufel, sahen sich an und merkten beide, daß sie nun erwachsen geworden waren.

Der liebe Gott holte deshalb den geklauten Nordstern wieder aus der Hosentasche heraus und befestigte ihn an jenem Punkt des Himmels, wo du ihn heute noch sehen  kannst, wenn du dich dafür interessierst. Und der Teufel vergrößerte die kleine Theorie über die Schönheit auf einem Kopiergerät auf A2-Format und hing sie sich in den Spint. Sein Vater sollte es nicht sehen, sonst hätte er ihm das Bildnis weggenommen. Beide hatten nun ein Geheimnis und schlossen Freundschaft. Denn nichts erhärtet den Bund einer Freundschaft so sehr wie ein gemeinsames kleines Geheimnis.

Als sie nun zu tauschen begannen, fiel das Auge des lieben Gottes zuerst auf eine zerdrückte Theorie, die der Teufel ganz am Anfang seiner Sammlung eingeordnet hatte. Sie zeigte ein großes rundes Zelt. Drinnen stand ein Tiger auf den Hinterpfoten aufgerichtet. Und eine schöne schwarzhaarige Frau war auf einen Stuhl geklettert und hatte ihren Kopf in das weitaufgerissene Maul der Bestie gelegt. Bei all dem sahen beide, Frau und Untier, nicht unglücklich aus.

„Faszinierend“ sagte der liebe Gott. „Was ist das?“

„Ich weiß es nicht“ meinte der Teufel. „Ich nenne es: Den Moment.

„Moment?“

„Ja, weil gleich wird er zubeißen oder sie wird den Kopf noch schnell zurückziehen. Aber man weiß nicht, wie es ausgehen wird. Denn, obwohl sie beide frei entscheiden, denn sie wird notwendigerweise zurückziehen – und er wird beißen – tritt die Zeit hinzu und ist das Zünglein an der Waage, welche das Ergebnis nicht unwesentlich beeinflussen wird.“

„Du hast wirklich schöne Marken“ sagte der liebe Gott.

„Marken?“ fragte der Teufel, „es sind doch nur lauter Theorien.“

„Ja, – aber in ihnen steckt eine Menge Wahrheit“ meinte der liebe Gott. „Sobald man sich mit sowas abgibt, klebt man irgendwie daran fest.“

„Recht hast du, mein Lieber“ sagte der Teufel und fuhr fort „und nun zeig mal deine Marken her.“

Doch der liebe Gott war noch ganz im Nachsinnen befangen und flüsterte leise: „Du kannst dich auch sehr gut ausdrücken und sprichst schöne Sätze. Wo hast du das gelernt?“

„Bei meinem Vater“ antwortete der Teufel.

„Ihr unterhaltet euch wohl?“ fragte der liebe Gott erstaunt.

„Immer!“ stöhnte der Teufel. „Den ganzen Tag geht das hin und her und hört nicht auf. Meistens geht es so los:   und dann gibt es kein Halten. Alles wird in Zweifel gezogen, zum Schluß sogar das“.

„Und dann?“ fragte der liebe Gott.

„Dann beginnt alles wieder von vorn“ knurrte der Teufel. „Das Einzig, was abends übrigbleibt, ist eine scheinbar neue Variation jenes großen Abgrunds, den ihr Unsicherheit nennt. Vielleicht noch eine geänderte Nuance im Stil usw. Lass´ uns lieber darüber schweigen, lieber Gott“ bat der Teufel und blätterte das Album des lieben Gottes um.

„Ich beneide dich!“ sagte der liebe Gott. „Mein Vater redet kaum mit mir. Und meine Mutter  putzt nur oder schaut Kataloge an.“

„Ach ja?“ bemerkte der Teufel wie nebenbei, „das kenne ich“.

Dann hauchte der liebe Gott bewunderungsvoll: „Wer ist denn eigentlich dein Vater?“

„Na, weißt du das denn nicht?“  reagierte der Teufel, „es ist der Bruder deines Vaters – und wie sind so rechte Cousins.“

„Ach, davon haben sie mir gar nichts erzählt“ erstaunte sich der liebe Gott.

„Aber bei uns ist es dafür ein Dauerbrenner“ lachte der Teufel.  , sagt meine Mutter zu meinem Vater. Und dann geht es richtig los …“

„Haut dich dein Vati?“ fragte nun ganz vertrauensvoll der liebe Gott den Teufel.

„Selten“ meinte der und fuhr fort „nur, wenn ich nicht böse genug war.“

„Was ist den böse?“ fragte der liebe Gott.

„Ich weiß nicht“ sagte der Teufel, „aber ich hab selten Bock drauf!“

„Ich bekomme keine Haue, sagte der liebe Gott nachdenklich, aber ich bekäme sicher welche, wenn ich nicht lieb wäre. Aber ich weiß gar nicht, wie das ist, böse zu sein“.

„Das ist ganz einfach“ entgegnete der Teufel. „Du mußt nur tausendmal das Wort &lt;b&gt; vor dich hin denken oder sagen, dann geht es von ganz allein, denn man bekommt Wut. Oder Zorn, wie es angeblich richtiger heißt“.

Dann setzte er hinzu: „Wir könnten ja einfach mal unsere Rollen tauschen. Ich tue so, als ob ich deines Vaters Sohn bin – und du tust so, als ob Du ich bist. Du kommst zu uns in die sogenannte Hölle und ich ginge dafür in den Himmel ein. Wäre das nicht gut und böse zugleich?“

„Ein einfacher Rollentausch“ dachte der liebe Gott, – und sagte dann, „das ist ja so, wie in den schlechten Groschenromanen, wie meine Mutter sie immer liest. Nein, – ein einfacher Rollentausch ist zu abgeschmackt. Das gab es schon zu oft. Hiob hat das schon mit ansehen müssen. Und der Faust ebenso“.

„Die arme Sau“ sagte der Teufel bedauernd. „Ich erinnere mich deutlich. Das war wirklich schlimm damals. Der Faust hat mir echt leid getan. Er hatte immer so einen fragenden Blick, als ob da noch was käme … Dabei war es von Anfang an schon aus. Na ja. So ist das eben.“

„Ich denke, wir sollten nur so tun, als ob wir die Rollen getauscht hätten!“ meinte der liebe Gott und seine Augen glitzerten.

„Oder noch besser“, rief der Teufel nun: „Wir tun so, als ob wir nur so getan hätten, so zu tun!“

„In etwa, – einverstanden“ sagte der liebe Gott. Dann kennt sich niemand mehr aus, bloß wir beiden“.

„Wir beide!“ verbesserte der Teufel.

„Aber nun laß uns noch ein bisschen die Alben betrachten, bevor ich zum Mittagessen muß“ bat der Teufel und legte das Album des lieben Gottes aus der Hand und griff wieder nach seinem eigenen Buch.

„Ihr eßt?“

„Ja, – dreimal am Tag“

„So wie wir“ staunte der liebe Gott und wollte noch fragen, ob bei Teufels auch gebetet würde, ließ es dann aber doch sein, denn …

…auf der nächsten Seite des teuflischen Albums entdeckte der liebe Gott eine Marke, auf der ein Hund zu sehen war, welcher an einer Leine festgebunden zu sein schien. Wenn man aber genau hinschaute, wurde man gewahr, daß das andere Ende der Hundeleine, – welche sonst nicht an dem Hundehalsband festgemacht zu sein pflegt, sondern irgendwo anders, sei es an einem Baum, einem Zaunpfahl oder an einem Laternenmast, – in diesem Falle sich zwar eine Weile am Boden entlang ringelte (etwa so, wie eine große Schlange es tun würde), dann aber doch festgeknüpft war – und zwar an jenem Hundehalsband selbst, das man um den Hals des Tieres gelegt hatte. Der Hund war zugleich gefangen und befreit in einem! Gefesselt an sich selbst, welches Selbst dadurch eigentlich freigesetzt worden war.

„Das ist in der Tat famos“ schrie der liebe Gott vor Begeisterung – diese Marke würde ich gerne tauschen.“

„Oh“ wehrte der Teufel ab, das ist eine meiner liebsten Marken und ich möchte sie eigentlich nicht hergeben. Sie bezeichnet nämlich die Theorie der Freiheit, – und es ist alles sehr plastisch und nicht ganz ohne Ironie dargestellt und gut getroffen. Dem Hunde habe ich übrigens einen Namen gegeben. Er heißt so, wie wir das zu nennen pflegen, von dem wir denken, es selbst zu sein. Ich nannte und nenne diesen armen Hund ! Er hört auch auf diesen Namen sehr gut und pariert exakt. „Wetten, daß?“ meinte der Teufel mutwillig und dann rief er deutlich vernehmbar „ I c h“ in Richtung seines Albums. Tatsächlich, – nun konnte man deutlich sehen, wie der Hund ganz ruhig auf seinem Platz liegen blieb und mit treuherzigen Augen und zugleich irgendwie metaphysisch sonderbar verständnislos wissend dreinblickend eine höchst bedauernswerte Gestalt abgab.

Der liebe Gott betrachtete die Leine, mit der jene arme Kreatur ICH gefangen und für alle Zeiten an sich selbst gekettet zu sein schien. Die Leine war schwarz, kunstvoll geflochten und schimmerte matt in einem seltsamen Licht, welches geheimnisvoll die ganze Szene beleuchtete.

Dann blätterten sie weiter in ihren Alben herum, zeigten sich die sonderbarsten Dinge und so verging die Zeit  …

Der Teufel, so wollte der liebe Gott sich eingestehen, hatte es auf eine respektable Sammlung gebracht. Schließlich gab der Teufel doch noch, wir wissen nicht warum, die Freiheitshundemarke heraus. Aber der liebe Gott mußte dafür die Trinitätstheoriemarke mit dem Loch in der Mitte herausrücken.

Schweren Herzens trennte er sich von ihr und der süße Schmerz über den Verlust hielt sich gerade die Waage mit einem seltsamen Glück und dem verhaltenen Triumph, seinem Cousin, dem Teufel, das Geheimnis der sogenannten Freiheit abgeluchst zu haben.

Gerade da erwachte ich und das göttliche Glücksgefühl, alles zu wissen und errungen zu haben, entschwand im gleichen Verhältnis meines zunehmenden Bewusstseins darüber.


Während ich schon wieder den alltäglichen Erfordernissen meines langweiligen Tagwerks nachzugehen hatte, stiegen ohne eigenes Wissen heiß meine gedankenlosen Gebete empor, durchdrangen Strato- und Ionosphäre, bevor sie sich dann in den Räumen der Unendlichkeit brachen und, als Interferenzen verewigt, in Glaubensquanten und unsichtbaren Lichtpartikeln zu mir zurückeilten.


Denn die wirklichen Geschenke eines sich selbstphantasierenden Theorems finden die richtigen Rückwege aus den echoerzeugenden Fernen des raunenden Abgrunds unerkennbarer Paradoxien zurück – und spüren ihre Liebhaber und Erzeuger immer auf. Geradeso, wie ein verlorengegangener guter Fährtenhund eines Tages an der ihm bekannten Türe kratzt, wenn er nach langer Irrfahrt endlich wieder zu Hause angelangt ist …</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>AUS  DER  WIRKLICHKEIT</p>
<p>Ich lag</p>
<p>in einem Tagebaue</p>
<p>und entschlief …</p>
<p>Da träumte mir, daß auch der liebe Gott ganz normale Eltern habe. Und man wußte bisher doch gar nichts von denen! Es waren einfache Leute. Deshalb sagten sie zu dem lieben Gott auch: „Sei brav!“ Oder: „Bis lieb!“ So wurde er also ein lieber Gott. Und blieb es. Der  l i e b e  Gott.</p>
<p>Aber er machte natürlich auch mal Unsinn. Wie Kinder eben so sind. Eines Tages klaute er zum Beispiel den Nordstern aus dem Himmelszelt. Alle Schiffskapitäne kamen durcheinander. Sie orientierten sich von da ab an der Stelle, wo nun nichts mehr leuchtete. Und weil der liebe Gott für diese Stelle verantwortlich zeichnete, sagten sie nicht mehr „Nordstern“ sondern „Ach, du lieber Gott“!</p>
<p>Eines Tages bekam der liebe Gott von seinen Eltern ein Briefmarkenalbum geschenkt. Auch er sollte wie alle braven Kinder etwas Sinnvolles mit seiner Freizeit anfangen – Briefmarken sammeln, zum Beispiel.</p>
<p>Da aber fast niemand Briefe an den nunmehr lieben Gott schrieb, außer einem kleinen Mädchen namens Anna (diese Briefe wurden aber nicht befördert, weil der Briefträger zuerst rechter Katholik und später deshalb ein Atheist geworden war und darum großen Dampf vor dem lieben Gott hatte) erhielt der kleine Briefmarkensammler in den letzten millionen Jahren keinen einzigen Brief. Und aus diesem Grunde besaß er auch keine Briefmarken.</p>
<p>Da saß er nun im weiten Himmelsraum, genau dort, wo die Unendlichkeit an die Endlichkeit angrenzt, – sozusagen am Bordstein der Zeiten – und hatte nichts als seine Briefmarkenpinzette und ein leeres Album mit der Aufschrift: ALLE MEINE MARKEN.</p>
<p>Vom langen Herumsitzen in der Ewigkeit schläfrig und zugleich sehr aufmerksam geworden, bemerkte der liebe Gott eines schönen Abends, wie von unten herauf seltsame Dinge emporstiegen. Sie sahen alle sehr blass aus und waren an den Rändern samt und sonders ausgefranst. An den Rändern also glichen sie sich alle – aber im Kern waren sie wie unterschiedliche Bilder und oft sogar sehr verschieden.</p>
<p>Man konnte sie fangen und dann an ihnen ziehen, so wie an gekautem Kaugummi etwa. Sie gaben dabei leise Geräusche von sich, als ob sie leise schrien. Der liebe Gott hörte ein deutliches „iiiiiihhh“. Deshalb, und weil er im Himmel auch oft Theo gerufen wurde, nannte er sie „Theorien“.</p>
<p>Und weil er nun keine Briefmarken hatte, nahm er seine silberne Briefmarkenpinzette her und fing ganz geschickt die zu ihm aufsteigenden Theorien ein, ganz vorsichtig machte er das. Er wollte die Ecken und Ränder nicht noch mehr beschädigen. Und dann schob er seine Theorien in das Album.</p>
<p>Es sah allerliebst aus. Er ordnete die Theorien nach Motiven. Welche über ihn selbst (den lieben Gott!) waren auch dabei. Über das Feuer und das Geld. Über die Seele und die Kraft. Über die Liebe gab es welche und über die Revolution. Am meisten gefielen dem lieben Gott aber die Theorien über das Kochen und den Weinanbau. Am blödesten dagegen fand er die Theorien über das Sein. Diese waren meist sehr klein und hatten quallenartige Ränder, welche manchmal sogar feucht zu sein schienen und das Album gefährdeten. Am ausgereiftesten waren die Theorien über Spiele.</p>
<p>DAS Prachtstück in der Sammlung war die Theorie darüber, daß es gar keine Theorien gibt. Sie war dreieckig und an den Rändern total fest. Dafür hatte sie aber in der Mitte ein Loch – und dessen Ränder waren schwammig und fast dreidimensional verdickt.</p>
<p>Der liebe Gott wollte seinen Vater einmal danach befragen, – aber der hatte immer keine Zeit. Er guckte sehr viel fern, trank Bier mit dem einsamen Nachbarn oder lag in der Gartenlaube und las alte Zeitschriften immer und immer wieder von hinten bis vorn durch.</p>
<p>Und weil die Mutter vom lieben Gott sich nicht für geistliche Dinge interessierte, sondern – ja, was machte sie eigentlich den ganzen lieben langen Tag? – zeigte der liebe Gott eines Tages das Briefmarkenalbum mit den Theorien seinem alten Freund dem Teufel.</p>
<p>„Cool“ sagte der. Und: „Genial!“</p>
<p>„Wollen wir tauschen?“ fragte er dann den lieben Gott.</p>
<p>„Warum nicht“, antwortete dieser. Und so setzten sie sich beide auf eine Wolkenbank. Denn auch der Teufel hatte von seinen Eltern einmal ein Briefmarkenalbum geschenkt bekommen und war auf die aufsteigenden Theorien aufmerksam geworden. Nur, – seine Eltern hatten ihm keine Pinzette vermacht. Und deshalb sahen die Theorien des Teufels manchmal ganz zerknickert aus. Es fehlten hier oder da ein paar Zähne und das Album schaute auch recht schmuddelig aus. Die Eltern vom Teufel sagten nämlich nicht immer zu ihm: „Sei recht artig und führe dich gut auf, mach uns keine Schande“ und dergleichen Sachen. Dieses hatte eben seine Auswirkungen. Man sah es dem Album an.</p>
<p>Da saßen sie nun beide und merkten, wie ihre Schatten auf die liebe gute alte Erde fielen und dort dadurch jene Theorien abgebildet wurden, welche dann als sie selbst zu ihnen langsam aufstiegen, um nach ihrer Ankunft ewig zu werden in den Alben ihrer Eltern, welche zusammen gerade Bier tranken und alte Schlager hörten.</p>
<p>Gott und sein Freund, der Teufel, sahen sich an und merkten beide, daß sie nun erwachsen geworden waren.</p>
<p>Der liebe Gott holte deshalb den geklauten Nordstern wieder aus der Hosentasche heraus und befestigte ihn an jenem Punkt des Himmels, wo du ihn heute noch sehen  kannst, wenn du dich dafür interessierst. Und der Teufel vergrößerte die kleine Theorie über die Schönheit auf einem Kopiergerät auf A2-Format und hing sie sich in den Spint. Sein Vater sollte es nicht sehen, sonst hätte er ihm das Bildnis weggenommen. Beide hatten nun ein Geheimnis und schlossen Freundschaft. Denn nichts erhärtet den Bund einer Freundschaft so sehr wie ein gemeinsames kleines Geheimnis.</p>
<p>Als sie nun zu tauschen begannen, fiel das Auge des lieben Gottes zuerst auf eine zerdrückte Theorie, die der Teufel ganz am Anfang seiner Sammlung eingeordnet hatte. Sie zeigte ein großes rundes Zelt. Drinnen stand ein Tiger auf den Hinterpfoten aufgerichtet. Und eine schöne schwarzhaarige Frau war auf einen Stuhl geklettert und hatte ihren Kopf in das weitaufgerissene Maul der Bestie gelegt. Bei all dem sahen beide, Frau und Untier, nicht unglücklich aus.</p>
<p>„Faszinierend“ sagte der liebe Gott. „Was ist das?“</p>
<p>„Ich weiß es nicht“ meinte der Teufel. „Ich nenne es: Den Moment.</p>
<p>„Moment?“</p>
<p>„Ja, weil gleich wird er zubeißen oder sie wird den Kopf noch schnell zurückziehen. Aber man weiß nicht, wie es ausgehen wird. Denn, obwohl sie beide frei entscheiden, denn sie wird notwendigerweise zurückziehen – und er wird beißen – tritt die Zeit hinzu und ist das Zünglein an der Waage, welche das Ergebnis nicht unwesentlich beeinflussen wird.“</p>
<p>„Du hast wirklich schöne Marken“ sagte der liebe Gott.</p>
<p>„Marken?“ fragte der Teufel, „es sind doch nur lauter Theorien.“</p>
<p>„Ja, – aber in ihnen steckt eine Menge Wahrheit“ meinte der liebe Gott. „Sobald man sich mit sowas abgibt, klebt man irgendwie daran fest.“</p>
<p>„Recht hast du, mein Lieber“ sagte der Teufel und fuhr fort „und nun zeig mal deine Marken her.“</p>
<p>Doch der liebe Gott war noch ganz im Nachsinnen befangen und flüsterte leise: „Du kannst dich auch sehr gut ausdrücken und sprichst schöne Sätze. Wo hast du das gelernt?“</p>
<p>„Bei meinem Vater“ antwortete der Teufel.</p>
<p>„Ihr unterhaltet euch wohl?“ fragte der liebe Gott erstaunt.</p>
<p>„Immer!“ stöhnte der Teufel. „Den ganzen Tag geht das hin und her und hört nicht auf. Meistens geht es so los:   und dann gibt es kein Halten. Alles wird in Zweifel gezogen, zum Schluß sogar das“.</p>
<p>„Und dann?“ fragte der liebe Gott.</p>
<p>„Dann beginnt alles wieder von vorn“ knurrte der Teufel. „Das Einzig, was abends übrigbleibt, ist eine scheinbar neue Variation jenes großen Abgrunds, den ihr Unsicherheit nennt. Vielleicht noch eine geänderte Nuance im Stil usw. Lass´ uns lieber darüber schweigen, lieber Gott“ bat der Teufel und blätterte das Album des lieben Gottes um.</p>
<p>„Ich beneide dich!“ sagte der liebe Gott. „Mein Vater redet kaum mit mir. Und meine Mutter  putzt nur oder schaut Kataloge an.“</p>
<p>„Ach ja?“ bemerkte der Teufel wie nebenbei, „das kenne ich“.</p>
<p>Dann hauchte der liebe Gott bewunderungsvoll: „Wer ist denn eigentlich dein Vater?“</p>
<p>„Na, weißt du das denn nicht?“  reagierte der Teufel, „es ist der Bruder deines Vaters – und wie sind so rechte Cousins.“</p>
<p>„Ach, davon haben sie mir gar nichts erzählt“ erstaunte sich der liebe Gott.</p>
<p>„Aber bei uns ist es dafür ein Dauerbrenner“ lachte der Teufel.  , sagt meine Mutter zu meinem Vater. Und dann geht es richtig los …“</p>
<p>„Haut dich dein Vati?“ fragte nun ganz vertrauensvoll der liebe Gott den Teufel.</p>
<p>„Selten“ meinte der und fuhr fort „nur, wenn ich nicht böse genug war.“</p>
<p>„Was ist den böse?“ fragte der liebe Gott.</p>
<p>„Ich weiß nicht“ sagte der Teufel, „aber ich hab selten Bock drauf!“</p>
<p>„Ich bekomme keine Haue, sagte der liebe Gott nachdenklich, aber ich bekäme sicher welche, wenn ich nicht lieb wäre. Aber ich weiß gar nicht, wie das ist, böse zu sein“.</p>
<p>„Das ist ganz einfach“ entgegnete der Teufel. „Du mußt nur tausendmal das Wort <b> vor dich hin denken oder sagen, dann geht es von ganz allein, denn man bekommt Wut. Oder Zorn, wie es angeblich richtiger heißt“.</p>
<p>Dann setzte er hinzu: „Wir könnten ja einfach mal unsere Rollen tauschen. Ich tue so, als ob ich deines Vaters Sohn bin – und du tust so, als ob Du ich bist. Du kommst zu uns in die sogenannte Hölle und ich ginge dafür in den Himmel ein. Wäre das nicht gut und böse zugleich?“</p>
<p>„Ein einfacher Rollentausch“ dachte der liebe Gott, – und sagte dann, „das ist ja so, wie in den schlechten Groschenromanen, wie meine Mutter sie immer liest. Nein, – ein einfacher Rollentausch ist zu abgeschmackt. Das gab es schon zu oft. Hiob hat das schon mit ansehen müssen. Und der Faust ebenso“.</p>
<p>„Die arme Sau“ sagte der Teufel bedauernd. „Ich erinnere mich deutlich. Das war wirklich schlimm damals. Der Faust hat mir echt leid getan. Er hatte immer so einen fragenden Blick, als ob da noch was käme … Dabei war es von Anfang an schon aus. Na ja. So ist das eben.“</p>
<p>„Ich denke, wir sollten nur so tun, als ob wir die Rollen getauscht hätten!“ meinte der liebe Gott und seine Augen glitzerten.</p>
<p>„Oder noch besser“, rief der Teufel nun: „Wir tun so, als ob wir nur so getan hätten, so zu tun!“</p>
<p>„In etwa, – einverstanden“ sagte der liebe Gott. Dann kennt sich niemand mehr aus, bloß wir beiden“.</p>
<p>„Wir beide!“ verbesserte der Teufel.</p>
<p>„Aber nun laß uns noch ein bisschen die Alben betrachten, bevor ich zum Mittagessen muß“ bat der Teufel und legte das Album des lieben Gottes aus der Hand und griff wieder nach seinem eigenen Buch.</p>
<p>„Ihr eßt?“</p>
<p>„Ja, – dreimal am Tag“</p>
<p>„So wie wir“ staunte der liebe Gott und wollte noch fragen, ob bei Teufels auch gebetet würde, ließ es dann aber doch sein, denn …</p>
<p>…auf der nächsten Seite des teuflischen Albums entdeckte der liebe Gott eine Marke, auf der ein Hund zu sehen war, welcher an einer Leine festgebunden zu sein schien. Wenn man aber genau hinschaute, wurde man gewahr, daß das andere Ende der Hundeleine, – welche sonst nicht an dem Hundehalsband festgemacht zu sein pflegt, sondern irgendwo anders, sei es an einem Baum, einem Zaunpfahl oder an einem Laternenmast, – in diesem Falle sich zwar eine Weile am Boden entlang ringelte (etwa so, wie eine große Schlange es tun würde), dann aber doch festgeknüpft war – und zwar an jenem Hundehalsband selbst, das man um den Hals des Tieres gelegt hatte. Der Hund war zugleich gefangen und befreit in einem! Gefesselt an sich selbst, welches Selbst dadurch eigentlich freigesetzt worden war.</p>
<p>„Das ist in der Tat famos“ schrie der liebe Gott vor Begeisterung – diese Marke würde ich gerne tauschen.“</p>
<p>„Oh“ wehrte der Teufel ab, das ist eine meiner liebsten Marken und ich möchte sie eigentlich nicht hergeben. Sie bezeichnet nämlich die Theorie der Freiheit, – und es ist alles sehr plastisch und nicht ganz ohne Ironie dargestellt und gut getroffen. Dem Hunde habe ich übrigens einen Namen gegeben. Er heißt so, wie wir das zu nennen pflegen, von dem wir denken, es selbst zu sein. Ich nannte und nenne diesen armen Hund ! Er hört auch auf diesen Namen sehr gut und pariert exakt. „Wetten, daß?“ meinte der Teufel mutwillig und dann rief er deutlich vernehmbar „ I c h“ in Richtung seines Albums. Tatsächlich, – nun konnte man deutlich sehen, wie der Hund ganz ruhig auf seinem Platz liegen blieb und mit treuherzigen Augen und zugleich irgendwie metaphysisch sonderbar verständnislos wissend dreinblickend eine höchst bedauernswerte Gestalt abgab.</p>
<p>Der liebe Gott betrachtete die Leine, mit der jene arme Kreatur ICH gefangen und für alle Zeiten an sich selbst gekettet zu sein schien. Die Leine war schwarz, kunstvoll geflochten und schimmerte matt in einem seltsamen Licht, welches geheimnisvoll die ganze Szene beleuchtete.</p>
<p>Dann blätterten sie weiter in ihren Alben herum, zeigten sich die sonderbarsten Dinge und so verging die Zeit  …</p>
<p>Der Teufel, so wollte der liebe Gott sich eingestehen, hatte es auf eine respektable Sammlung gebracht. Schließlich gab der Teufel doch noch, wir wissen nicht warum, die Freiheitshundemarke heraus. Aber der liebe Gott mußte dafür die Trinitätstheoriemarke mit dem Loch in der Mitte herausrücken.</p>
<p>Schweren Herzens trennte er sich von ihr und der süße Schmerz über den Verlust hielt sich gerade die Waage mit einem seltsamen Glück und dem verhaltenen Triumph, seinem Cousin, dem Teufel, das Geheimnis der sogenannten Freiheit abgeluchst zu haben.</p>
<p>Gerade da erwachte ich und das göttliche Glücksgefühl, alles zu wissen und errungen zu haben, entschwand im gleichen Verhältnis meines zunehmenden Bewusstseins darüber.</p>
<p>Während ich schon wieder den alltäglichen Erfordernissen meines langweiligen Tagwerks nachzugehen hatte, stiegen ohne eigenes Wissen heiß meine gedankenlosen Gebete empor, durchdrangen Strato- und Ionosphäre, bevor sie sich dann in den Räumen der Unendlichkeit brachen und, als Interferenzen verewigt, in Glaubensquanten und unsichtbaren Lichtpartikeln zu mir zurückeilten.</p>
<p>Denn die wirklichen Geschenke eines sich selbstphantasierenden Theorems finden die richtigen Rückwege aus den echoerzeugenden Fernen des raunenden Abgrunds unerkennbarer Paradoxien zurück – und spüren ihre Liebhaber und Erzeuger immer auf. Geradeso, wie ein verlorengegangener guter Fährtenhund eines Tages an der ihm bekannten Türe kratzt, wenn er nach langer Irrfahrt endlich wieder zu Hause angelangt ist …</b></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: rotegraefin</title>
		<link>http://suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com/2008/12/04/die-unterscheidung-zwischen-gut-und-bose/#comment-77</link>
		<dc:creator>rotegraefin</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 18:11:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com/?p=39#comment-77</guid>
		<description>Sagenhaft, das ist eine sehr gründliche Abrechnung mit den üblen und Angst machenden Texten.

Für mich hat das Übel allerdings schon begonnen, mit der Erzählung von der  Erschaffung von Adam und Eva. Da ist soviel Wahrheit und Dichtung mit einander  verwoben, dass man eigentlich nur lachen kann. Eine Eva aus der Rippe von Adam einfach nur widernatürlich. Dann ein Gott der Erkenntnis verbietet. Was für eine autoritäre Socke ist dass denn?
Dann die Schuld Aufschieberei von Adam auf Eva und dann auf die Schlange (Für mich die heimlich schleichende Form der Macht.) Vgl. auch:
http://rotegraefin.wordpress.com/sundenfall-und-geburt-christi-einmal-anders-gesehen/
Dann was ist das für ein Gott, der nur auf Abel und seine Gabe schaut und nicht auf Kain? Der macht doch den Kain regelrecht eifersüchtig. Echt ätzend so ein Typ, aber typisch menschlich. Kain wurde aber ein Städtebauer. Also eine Evolutionsgeschichte.
Dann kommt noch der Gott, der nicht will. dass die Menschen mit einem Turm ihn erreichen. Grrrrrrrrr! Der Turmbau zu Babel. Alles Götterbilder, die sich die Menschen selber ausgedacht haben und damit versucht haben ihre Welt zu erklären.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sagenhaft, das ist eine sehr gründliche Abrechnung mit den üblen und Angst machenden Texten.</p>
<p>Für mich hat das Übel allerdings schon begonnen, mit der Erzählung von der  Erschaffung von Adam und Eva. Da ist soviel Wahrheit und Dichtung mit einander  verwoben, dass man eigentlich nur lachen kann. Eine Eva aus der Rippe von Adam einfach nur widernatürlich. Dann ein Gott der Erkenntnis verbietet. Was für eine autoritäre Socke ist dass denn?<br />
Dann die Schuld Aufschieberei von Adam auf Eva und dann auf die Schlange (Für mich die heimlich schleichende Form der Macht.) Vgl. auch:<br />
<a href="http://rotegraefin.wordpress.com/sundenfall-und-geburt-christi-einmal-anders-gesehen/" rel="nofollow">http://rotegraefin.wordpress.com/sundenfall-und-geburt-christi-einmal-anders-gesehen/</a><br />
Dann was ist das für ein Gott, der nur auf Abel und seine Gabe schaut und nicht auf Kain? Der macht doch den Kain regelrecht eifersüchtig. Echt ätzend so ein Typ, aber typisch menschlich. Kain wurde aber ein Städtebauer. Also eine Evolutionsgeschichte.<br />
Dann kommt noch der Gott, der nicht will. dass die Menschen mit einem Turm ihn erreichen. Grrrrrrrrr! Der Turmbau zu Babel. Alles Götterbilder, die sich die Menschen selber ausgedacht haben und damit versucht haben ihre Welt zu erklären.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
