Liebe Freunde,
Als ich mit diesem Blog begann, wusste ich noch nicht, wohin mich meine Suche führen würde. Heute, zwei Jahre nach meinem Aufbruch, stehe ich an einem ganz neuen Punkt im Leben. Ich glaube nicht mehr an Gott, und zwar nicht aus Verzweiflung und Elend, sondern weil ich in diesen letzten zwei Jahren die schönste Befreiung erleben durfte, die ich je erlebt hatte. Nicht eine Scheinbefreiung wie die sogenannte „Befreiung aus der Sünde“ durch Jesus Christus, die mich sogleich wieder unter die „Herrschaft des ewigen Vaters“ brachte und mich in einer neuen Knechtschaft gefangen hielt. Nicht eine intellektuelle Befreiung vom rationalen Denken, wie sie das institutionalisierte Christentum „bietet“ oder gar vorschreibt, sondern eine wahrlich glücklich machende Befreiung von jeglichem Aberglauben, eine Befreiung von jeglicher Angst vor sichtbaren und unsichtbaren Obrigkeiten, eine Befreiung von einem von machthungrigen Menschen erfundenen und von denkensunwilligen Massen vorangetriebenen Gott, der von mir forderte, mich in die Maschinerie einzugliedern, mich regieren & für dumm verkaufen zu lassen, nicht selbst zu denken und unfrei zu handeln. Seit ich Atheistin bin, hat sich in meinem Leben so Vieles zum Positiven gewendet: Ich kann heute endlich frei denken, ohne die Antwort immer bereits kennen zu müssen. Dieser Wandel hat unendlich viel Energie freigesetzt: Ich verspüre einen starken Drang danach, einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten. Ich will mich dafür einsetzen, dass die Menschen glücklich sind und ihr Leben nicht mit religiösem Unsinn verschwenden, auf ein Jenseits hoffend, das niemals sein wird, denn alles, was wir haben, ist dieses eine kurze Leben. Ich bin erfüllt von Mitleid für meine Mitmenschen, die in sinnlosem religiösem Denken gefangen sind, und ich habe endlich den inneren Frieden gefunden, der es mir erlaubt, wirklich etwas zu verändern in der Welt…
Mein Blog bleibt bestehen, aber der Titel wird umbenannt, denn es ist sinnlos, nach einem Gott zu suchen, wenn in der Welt so viele Dinge danach schreien, verändert zu werden.
Guten Abend. Ich finds sehr gut, dass du dein Glück gefunden im Atheismus gefunden hast. Ich für meinen Teil bin überzeugter Agnostiker…
(nur ma so am Rande xD)
Wenn es dich glücklicher macht an nichts zu glauben, dann glaub auch an nichts. Wenn dir irgendwann einmal wieder in den sinn kommt an etwas zu glauben, dann glaub daran. Ich finde Religion wird heutzutage (und rückblickend auf die Geschichte) viel zu ernst genommen. Das sind hauptsächlich eh alles nur Sekten, die versuchen uns Menschen zu manipulieren.
Herzlichen Glückwunsch, dass du den Sklaventreiber Religion mit 3.5g Barbital betäuben und vor ihm flüchten konntest.
bis dann
Von: omoshiroitora am September 28, 2009
um 5:21
Hallo Omoshiroitora,
Herzlichen Dank für Deine ermutigenden Worte. Von den Christen höre ich meistens nur Worte der Enttäuschung und Kritik an meiner Starrsinnigkeit und Unfähigkeit zu glauben. Das Einzige, womit ich in Deinem Kommentar nicht einverstanden bin, ist die Aussage: „Wenn dir irgendwann einmal wieder in den sinn kommt an etwas zu glauben, dann glaub daran.“ Nein, man sollte keinem Menschen jemals empfehlen, etwas zu glauben, bloss, weil es ihm gerade in den Sinn kommt. Die Tatsache, dass Menschen blind glauben, glauben, ohne das zu prüfen, was sie prüfen könnten, treibt sie in den Abgrund der Verdummung und macht sie empfänglich für Manipulation, wie Du selbst auch angedeutet hast… Herzliche Grüsse
Mirjam
Von: Mirjam am Oktober 2, 2009
um 9:43