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	<title>Auf den Meeren des Lebens: Alle im gleichen Boot &#187; 1</title>
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		<title>Christen und Atheisten im Gespräch</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 12:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirjam</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich nehme manchmal an Debatten teil, an denen Christen und Atheisten versuchen, einander von ihren jeweiligen Glaubensansichten zu überzeugen. Leider werden bei diesen Gesprächen stets Kriege auf Nebenschauplätzen geführt: Oft geht es um wissenschaftliche Themen, darum, ob die Schöpfungsgeschichte wahr ist oder nicht oder ob die Erde nur 6000 Jahre alt sein kann, wie die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com&blog=3714989&post=79&subd=suchenachgottalleimgleichenboot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich nehme manchmal an Debatten teil, an denen Christen und Atheisten versuchen, einander von ihren jeweiligen Glaubensansichten zu überzeugen. Leider werden bei diesen Gesprächen stets Kriege auf Nebenschauplätzen geführt: Oft geht es um wissenschaftliche Themen, darum, ob die Schöpfungsgeschichte wahr ist oder nicht oder ob die Erde nur 6000 Jahre alt sein kann, wie die Kreationisten behaupten. Die Debattierenden, oft Forscher, die sich nebenbei als Hobbyatheisten betätigen, und kreationistische Christen, die vor einem halben Jahrhundert einen Doktortitel in einer wissenschaftlichen Disziplin erlangt haben, werfen sich dann Begriffe um die Köpfe, von denen die Laien herzlich wenig verstehen. Das Einzige, was unentschiedene Laien nach so einer wissenschaftlichen Debatte mit nachhause nehmen, ist der Eindruck, dass es auch unter den Kreationisten intelligente Menschen gibt, und dass das Christentum, wenn es von intelligenten Menschen geglaubt wird, vielleicht tatsächlich glaubwürdig ist.  Eine andere Art christlich-atheistischer Auseinandersetzung spielt sich auf einer exzessiv philosophischen Ebene ab: Wie kann es sein, dass aus dem Nichts etwas entsteht, beispielsweise Energie oder Substanz? Braucht es für die Entstehung von Materie einen Willen? Wenn Gott die Welt geschaffen hat, wie ist Gott entstanden? Fragen, die niemand überzeugend beantworten kann. Viel einfacher wäre es meiner Ansicht nach, Debatten über die Bibel selbst zu führen. Viele Menschen, die Opfer von christlichem Fundamentalismus werden, sind mit der Vorstellung gross geworden, dass der Bibel etwas Magisches anhaftet und dass sie voller guter, vielleicht von einer göttlichen Macht inspirierter Weisheiten steckt. Diese Vorstellung ist ein fruchtbarer Nährboden für christlichen Fundamentalismus, denn wenn bei einem Menschen erst einmal eine positive Grundhaltung gegenüber der Bibel da ist, ist es einfacher,  diese Person auch von den absurderen Inhalten dieses Buches zu überzeugen. Manche Bücher der Bibel ergeben als einzelne Bücher auch noch einen gewissen Sinn, wenn sie jedoch mit den anderen Büchern der Bibel als Einheit dargestellt werden, sind sie völlig unglaubwürdig. Wenn man erst einmal erkennt, wie die Bibel entstanden ist, welche Strömungen hinter den einzelnen Büchern stecken, verliert die Bibel als Ganzes ihren magischen Anstrich. Debattten zwischen Christen und Atheisten über die Bibel fände ich sehr viel hilfreicher als christlich-atheistische Auseinandersetzung über philosophische Weltanschauungen und die Wahrscheinlichkeit, dass die Schöpfungsgeschichte, so wie sie geschrieben steht, wahr ist, denn nicht einmal unter den Christen glauben viele Menschen an Intelligent Design oder &#8211; noch schlimmer &#8211; an die Entstehung der Welt in sage und schreibe 6 Tagen. Für die meisten Menschen stellen die Ungereimtheiten in der Schöpfungsgeschichte keine Hürde für den Glauben dar, da diese leicht als poetische Freiheiten aufgefasst werden können. Was vielen Atheisten und Suchenden weniger bewusst ist, ist die Tatsache, dass die Bibel, der biblische Gott Jahwe sowie Jesus auf moralischer Ebene angreifbar sind.</p>
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		<title>Ein Sinn für das Leben</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 00:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirjam</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Je mehr ich mich früher ins Christentum vertiefte, umso sinnentleerter erschien mir mein Leben. Zwar heisst es im Christentum stets, dass Jesus der Sinn schlechthin unseres per definitionem sündhaften Lebens sei, doch mir erschien es manchmal so, als entginge mir der wirkliche Sinn des Lebens gerade wegen Jesus. Es war so ähnlich wie in dem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com&blog=3714989&post=78&subd=suchenachgottalleimgleichenboot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Je mehr ich mich früher ins Christentum vertiefte, umso sinnentleerter erschien mir mein Leben. Zwar heisst es im Christentum stets, dass Jesus der Sinn schlechthin unseres per definitionem sündhaften Lebens sei, doch mir erschien es manchmal so, als entginge mir der wirkliche Sinn des Lebens gerade wegen Jesus. Es war so ähnlich wie in dem kecken Schülerspruch „Lehrer helfen einem Probleme lösen, die man ohne sie gar nicht hätte“, denn den Sinn des Christentums würde es gar nicht geben, wenn der christliche Gott nicht wahllos gewisse völlig menschliche Dinge – vor dem Staat nicht deklarierten Sex, Auflehnung gegen Herrscherklassen, Homosexualität und Ehescheidung – als Sünden erklärt hätte. Sünden, die nur durch Jesus vergeben werden können.  Jeder gläubige Christ, der versucht, ein sündenfreies Leben zu führen, trägt zur Wegrationalisierung Jesu bei: Mit jedem Schritt, den die Menschheit auf Gott zu macht, verliert Jesus an Bedeutung, da Menschen, die Gottes Willen tun, keinen Sündenbock mehr benötigen. Das Christentum jedoch benötigt die Sünde. Und da die Menschheit zumindest im Westen heutzutage etwas weniger primitiv und blutrünstig ist als zu biblischen Zeiten, und um auch unbescholtene Bürger, die nicht morden, ehebrechen und stehlen, zu gehorsamen Schäfchen zu machen, erfinden die Christen stets neue und immer absurdere Sünden, wie etwa die gedankliche Sünde, den gedanklichen Mord, den gedanklichen Ehebruch, die eigenständige Suche nach der Wahrheit und das freie Denken, was als Auflehnung und Abwendung von Gott gewertet wird. Auf diese Weise wird Jesu Bedeutung künstlich am Leben erhalten. Für die meisten Christen wird ausserdem das Nachdenken über biblische Ungereimtheiten und das Lesen bibelkritischer Bücher als Sünde eingestuft. Und tatsächlich sind Bücher und das daraus resultierende Wissen eine ernsthafte Bedrohung für diesen Glauben, der, wenn er rational untersucht wird, auf tönernen Füssen steht. Nicht einmal das richtige Lesen der Bibel wird unter Christen gefördert: Ich bin überzeugt, dass wenn jeder Christ in nüchternem Zustand die Bibel einmal von vorne bis hinten lesen würde, es bald keine Christen mehr gäbe oder nur noch solche mit einem IQ unter 75.  Ein Mensch, der nicht frei entscheiden kann, was er lesen will, kann auch nicht frei entscheiden, was er glauben soll. Jedem Christen, der spürt, dass sein Glaube voller Widersprüche ist, der aber Angst hat, bibelkritische Bücher zu lesen,  kann ich wärmstens empfehlen, mit dem Lesen der Bibel zu beginnen. Die Bibel hilft einem, die Machenschaften von Jahwes Grauensherrschaft aufzudecken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nun aber zurück zum Sinn des Lebens. Wenn die Christen sagen, allein Jesus gebe ihrem Leben Sinn, dann meinen sie eigentlich, dass das Leben auf dieser Erde sinnlos ist und dass erst der Tod den Sinn ihres Lebens enthüllt: Ernst genommenes, absolut gelebtes Christentum bedeutet ein Leben voller Entbehrung, dessen einziges Ziel ein Himmelsreich ist, für dessen Existenz es nicht den geringsten Hinweis gibt. Wie die Juden, die in Dachau ins „Brausebad“ geführt wurden und sich freuten, dass bald ein angenehmer Wasserstrahl ihre gebeutelten Körper erquicken würde, so blicken die Christen voller Hoffnung auf ein imaginäres Königreich des Herrn, das wahrscheinlich nie sein wird. Und dabei entgeht ihnen die einmalige Schönheit dieser Erde. Natürlich haben die meisten moderaten Christen Zweifel daran, dass sie dereinst wirklich für ihren Gehorsam gegenüber einem vor Jahrtausenden verfassten Buch belohnt werden, und so versuchen sie, sich den Genüssen dieser Erde in eingeschränktem Rahmen dennoch hinzugeben, aber ohne dabei ihr ewiges Leben aufs Spiel zu setzen. Fundamentalistische und evangelikale Christen hingegen können, wenn sie ehrlich sind, Lebensfreude nur mit einem „trotzdem“ und nicht mit einem „weil“ ans Christentum knüpfen. Selbst Dinge, die nicht offensichtlich sündhaft sind – schöne Musik hören, ein feines Essen geniessen, einen Ausflug mit der Familie machen, sich in einem Sportclub betätigen, tanzen, Alkohol trinken, ein Lied singen oder ein Instrument spielen – sollte jeder evangelikale Christ – angesichts der Tatsache, dass fast jeder von ihnen in der Familie oder im Freundeskreis Menschen hat, die nach seiner Auffassung vor der ewigen Verdammnis gerettet werden müssen – als eine absolute Zeitverschwendung ansehen. Wie kann er unter diesen Umständen den Augenblick geniessen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als Christin konnte ich keinen Sinn darin sehen, bei einem Mannschaftsspiel gewinnen zu wollen oder mich an einem sportlichen Wettkampf zu beteiligen. Der Siegesdrang ist ein urmenschlicher Instinkt, und zu gewinnen macht glücklich, doch für einen Christen kann der Sinn eines Sieges lediglich darin bestehen, dass er Zeugnis ist für das Wirken Jesu in seinem Leben. Alles andere wäre sinnlos, da ein Wettkampfsieg nur ein weltlicher, vergänglicher Sieg ist. Das Einzige, was zählt, ist der Sieg im Himmelreich. So sollte es zumindest sein, wenn ein Christ seinen Glauben kennt und lebt. Und ich weiss von vielen Christen, die versuchen, ihre Mitmenschen mit ihrem eigenen Erfolg zu überzeugen: So nach dem Motto „Schau her, wie erfolgreich Gott mich gemacht hat. Du kannst auch so werden, wenn Du Jesus in Dein Leben aufnimmst“. Der Erfolg dieser Christen ist ein weltlicher Erfolg: Wohlstand, ein guter Beruf, Einfluss in der Gesellschaft. Und man muss sich ernsthaft fragen, warum Gott solche Dinge unterstützen würde, wenn er diese Erde und die Menschheit mit all ihren weltlichen Errungenschaften sowieso bald vernichten will. Wieso sollte es Gottes Wille sein, dass jene, die zu ihm gehören, ein schönes Erdenleben haben und eventuell an diesem Leben noch Gefallen finden?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Menschen, deren einziger Lebenssinn es ist, Seelen in ein imaginäres Paradies zu retten, entgeht die wahre Schönheit dieses Erdenlebens. Unsere Existenz ist ein wertvoller Schatz, aber es ist die Endlichkeit und der Schmerz, den wir beim Gedanken an die Zerbrechlichkeit unseres Lebens empfinden, der ihre Schönheit ausmacht. Ich gebe zu, dass auch ich mich hilflos fühlte, als ich zum ersten Mal der Tatsache ins Auge blickte, dass ich wahrscheinlich nur dieses eine Leben habe und dass ich danach nicht mehr sein werde. Nichts mehr wird von mir übrig sein, denn das, was wir Seele nennen, ist nichts Anderes als mein Bewusstsein, das, was entsteht, wenn das menschliche Gehirn tätig ist. Wenn mein Gehirn nicht mehr ist, dann habe ich auch kein Bewusstsein mehr und die Kontinuität, die sich „ich“ nennt, verschwindet, wie das Bild am Bildschirm, wenn man das Fernsehgerät ausschaltet&#8230; Die Demut, die ich angesichts der Vergänglichkeit empfinde, taucht mein Leben in einen feierlichen Glanz. Als Christin sammelte ich Punkte fürs Himmelreich, doch das Leben hatte wenig Geschmack. Als Atheistin versuche ich, schöne Augenblicke festzuhalten, im Wissen, dass sie nicht wiederkehren, intensiv jeden Moment zu geniessen. Mein Leben ist sinnlicher geworden, ich lege mehr Wert auf schöne Sinneseindrücke, angenehmes Licht, wohlriechende Düfte, liebevoll zubereitetes Essen. Ich habe angefangen, Musik zu machen, und Momente mit Freunden geniesse ich jetzt, ohne dass ich stets unter Druck stehe, sie von Jesus zu überzeugen. Mein Trost angesichts der Vergänglichkeit ist, dass ich mich jetzt wenigstens ohne Angst vor Jahwes Strafe dem Vergnügen der Fortpflanzung hingeben kann und dass wenigstens etwas von mir noch ein wenig länger bestehen kann als ich selbst&#8230;</p>
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		<title>Auf den Meeren des Lebens</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 22:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirjam</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Agnostizismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Da ich seit längerer Zeit nicht mehr glaube, habe ich beschlossen, meinem Blog einen neuen Namen zu geben. Die Stürme meiner Kindheit und Jugend trieben mich in die bedrohlichen Meere der Religion. Zu sehr von Angst getrieben, hatte ich nicht die Kraft, mich gegen die mächtigen Wellen zu wehren und wurde von ihnen verschluckt.  [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com&blog=3714989&post=71&subd=suchenachgottalleimgleichenboot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Da ich seit längerer Zeit nicht mehr glaube, habe ich beschlossen, meinem Blog einen neuen Namen zu geben. Die Stürme meiner Kindheit und Jugend trieben mich in die bedrohlichen Meere der Religion. Zu sehr von Angst getrieben, hatte ich nicht die Kraft, mich gegen die mächtigen Wellen zu wehren und wurde von ihnen verschluckt.  Zum Glück hat sich der Sturm des Lebens in den letzten Jahren etwas gelegt, so dass ich fähig war, wieder klar zu denken &amp; das Steuer meines Bootes selbst in die Hand zu nehmen: Ich habe nachgedacht, gelernt und gelesen, ich befreite mich aus den Strudeln des fundamentalistischen Christentums, steuerte durch die unsicheren Gewässer des Agnostizismus und bin vor einiger Zeit im sicheren Hafen des Atheismus eingelaufen&#8230; Hier werde ich bleiben, denn es gefällt mir hier. Ich kann jeden Augenblick meines Lebens in vollen Zügen ausschöpfen, und mein Leben, so kurz es auch sein mag, ist mein grösster Schatz, das Einzige, was ich nach meinem Schiffbruch retten konnte, und das Einzige, was ich habe. Ich bereue all die Jahre, die ich hergegeben habe von meinem Leben, meinem wertvollen Schatz, da ich als Christin seinen Wert nicht verstand. Das Leben erschien mir unwichtig, denn der Horizont in der Ferne, auf den ich, seekrank und in geistiger Umnachtung, zusteuerte, war ein Leben nach dem Tod, an das ich glaubte, das aber nichts als eine Fata Morgana ist&#8230;</p>
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		<title>Abschied</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 16:59:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirjam</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Freunde,
Als ich mit diesem Blog begann, wusste ich noch nicht, wohin mich meine Suche führen würde. Heute, zwei Jahre nach meinem Aufbruch, stehe ich an einem ganz neuen Punkt im Leben. Ich glaube nicht mehr an Gott, und zwar nicht aus Verzweiflung und Elend, sondern weil ich in diesen letzten zwei Jahren die schönste [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com&blog=3714989&post=66&subd=suchenachgottalleimgleichenboot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Liebe Freunde,</p>
<p>Als ich mit diesem Blog begann, wusste ich noch nicht, wohin mich meine Suche führen würde. Heute, zwei Jahre nach meinem Aufbruch, stehe ich an einem ganz neuen Punkt im Leben. Ich glaube nicht mehr an Gott, und zwar nicht aus Verzweiflung und Elend, sondern weil ich in diesen letzten zwei Jahren die schönste Befreiung erleben durfte, die ich je erlebt hatte. Nicht eine Scheinbefreiung wie die sogenannte &#8222;Befreiung aus der Sünde&#8220; durch Jesus Christus, die mich sogleich wieder unter die &#8222;Herrschaft des ewigen Vaters&#8220; brachte und mich in einer neuen Knechtschaft gefangen hielt. Nicht eine intellektuelle Befreiung vom rationalen Denken, wie sie das institutionalisierte Christentum &#8222;bietet&#8220; oder gar vorschreibt, sondern eine wahrlich glücklich machende Befreiung von jeglichem Aberglauben, eine Befreiung von jeglicher Angst vor sichtbaren und unsichtbaren Obrigkeiten, eine Befreiung von einem von machthungrigen Menschen erfundenen und von denkensunwilligen Massen vorangetriebenen Gott, der von mir forderte, mich in die Maschinerie einzugliedern, mich regieren &amp; für dumm verkaufen zu lassen, nicht selbst zu denken und unfrei zu handeln.  Seit ich Atheistin bin, hat sich in meinem Leben so Vieles zum Positiven gewendet: Ich kann heute endlich frei denken, ohne die Antwort immer bereits kennen zu müssen. Dieser Wandel hat unendlich viel Energie freigesetzt: Ich verspüre einen starken Drang danach,  einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten. Ich will mich dafür einsetzen, dass die Menschen glücklich sind und ihr Leben nicht mit religiösem Unsinn verschwenden, auf ein Jenseits hoffend, das niemals sein wird, denn alles, was wir haben, ist dieses eine kurze Leben. Ich bin erfüllt von Mitleid für meine Mitmenschen, die in sinnlosem religiösem Denken gefangen sind, und ich habe endlich den inneren Frieden gefunden, der es mir erlaubt, wirklich etwas zu verändern in der Welt&#8230;</p>
<p>Mein Blog bleibt bestehen, aber der Titel wird umbenannt, denn es ist sinnlos, nach einem Gott zu suchen, wenn in der Welt so viele Dinge danach schreien, verändert zu werden.</p>
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		<title>Christentum und Krieg</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 19:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirjam</dc:creator>
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		<category><![CDATA[above us only sky]]></category>
		<category><![CDATA[Christen und Krieg]]></category>
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		<category><![CDATA[Christentum verantwortlich für Kriege]]></category>
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		<category><![CDATA[Kriegsbereitschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Leben nach dem Tod]]></category>
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		<category><![CDATA[Religion als Ursache von Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Religion macht unglücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Religion und Krieg]]></category>

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		<description><![CDATA[ Längst ist die Erkenntnis, das Christentum sei zusammen mit dem Judentum und in neuerer Zeit auch mit dem Islam für die meisten Kriege in der Welt verantwortlich, durch die Reihen sämtlicher Freizeitphilosophen und Weltverschwörungstheoretiker, durch alle Wirtshäuser und Kneipen gegangen und zur Platitüde geworden.
 
Ich möchte das Thema hier dennoch einmal aufgreifen, denn während die Freizeitdenker [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com&blog=3714989&post=63&subd=suchenachgottalleimgleichenboot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH"> </span><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH">Längst ist die Erkenntnis, das Christentum sei zusammen mit dem Judentum und in neuerer Zeit auch mit dem Islam für die meisten Kriege in der Welt verantwortlich, durch die Reihen sämtlicher Freizeitphilosophen und Weltverschwörungstheoretiker, durch alle Wirtshäuser und Kneipen gegangen und zur Platitüde geworden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH">Ich möchte das Thema hier dennoch einmal aufgreifen, denn während die Freizeitdenker und Verschwörungstheoretiker meist dazu übergehen, sich irgendeine eigene Religiosität zusammenzubasteln und Toleranz den Religionen gegenüber walten zu lassen und die Schwätzer in den Gasthäusern ihre Ansichten bei der nächsten Runde wieder ändern, bin ich zu der Ansicht gelangt, dass es in der Welt erst Friede geben kann, wenn religiöses Denken von Grund auf ausgemerzt wird.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH">Ich erinnere mich an die Zeit, als ich noch Christin war und jeden Tag Angst hatte zu sterben und vor das Jüngste Gericht zu kommen, wie ich eines Morgens im Bett lag und im Radio „Imagine“ von John Lennon hörte: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="EN-GB">Imagine there&#8217;s no heaven<br />
It&#8217;s easy if you try<br />
No hell below us<br />
Above us only sky</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="EN-GB">Imagine all the people<br />
Living for today&#8230;</p>
<p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">Die Worte trafen mich direkt ins Herz. Ich lag da und heulte wie ein Kleinkind. Später im Text singt John Lennon auch von einer Welt, in der es keine Religion mehr gibt und dann, gleich im nächsten Satz, von einer Welt des Friedens. John Lennon sandte mir mit diesem Lied an jenem Morgen einen schwachen Lichtstrahl in meine christliche Hölle, und obwohl ich mich damals noch nicht traute, mir solche Dinge vorzustellen, fand ich Trost in seinen Worten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">Heute kann ich mit John Lennon mitträumen. Und damit es nicht nur beim träumen bleibt, möchte ich an dieser Stelle darlegen, warum Religion meiner Meinung nach eine treibende Kraft für Krieg in der Welt ist. Ich möchte dabei auf die Wirtshausargumente, nämlich, dass die Kirche hinter allem Bösen in der Welt steckt und mit geheimen Machenschaften als Drahtzieherin auf der politischen Bühne agiert oder dass politische Machthaber Menschen mit religiöser Demagogie in den Fanatismus treiben und dazu veranlassen, für ihren Glauben in den Krieg zu ziehen, nicht weiter eingehen, denn diese Argumente entspringen einer passiven Haltung, die die Geschehnisse in der Welt hinnimmt, ohne etwas daran ändern zu wollen. Ich möchte statt dessen zwei neue Argumente in die Runde werfen, die mehr Selbstverantwortung erfordern, weil jeder Mensch sich selbst Gedanken machen und danach handeln kann.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">Mein erstes Argument ist, dass Religion zutiefst unglücklich macht, da sie tiefgreifende, diffuse Ängste schürt, und somit die Freude am Leben verringert. Bei religiösen Ängsten handelt es sich um scheinbar unüberwindbare Ängste, die auf der Grundlage des Unbegreiflichen gedeihen. Unglückliche Menschen sind eher bereit, andere Menschen in ihr Unglück hineinzuziehen, ihr Leben herzugeben und im Extremfall zu töten und zu sterben. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">An der Oberfläche verspricht das Christentum Hoffnung für Menschen, die sich in einer scheinbar auswegslosen Situation befinden, doch wenn sich ein Mensch erst einmal in den Fängen des christlichen Glaubens verfangen hat, erscheint ihm seine Ausweglosigkeit noch viel schlimmer, weil sie eine neue Ebene erreicht: die Ebene der Ewigkeit und des Unfassbaren. Solange ein Christ an seine Erlösung glauben kann, kann er damit leben. Sobald er aber eines Tages an seiner eigenen Erlösung oder an der Erlösung eines nahestehenden Menschen zweifeln muss und sich bewusst macht, was ewiges Verlorensein nach dem christlichen Glauben bedeutet, wird er von einer krankmachenden Bedrückung eingeholt, die sein ganzes Dasein überschattet. Viele Christen sind aufgrund ihres Glaubens zutiefst unglücklich und haben keine grosse Freude an ihrem Dasein. Daher sind sie wenig dankbar für ihr Leben. Sie messen dem eigenen Leben und dem der anderen einen gering Wert bei und sind eher bereit, ihr Leben aufzugeben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">Die Schwierigkeit besteht auch darin, dass viele Menschen in einer ausweglosen Situation von Christen abgefangen und mit religiösem Gedankengut indoktriniert werden und dass dieses religiöse Gedankengut über die Jahre hinweg Wurzeln schlägt und Früchte treibt: Früchte der Angst und der Hoffnungslosigkeit, die den betroffenen Menschen in eine neue Ausweglosigkeit treiben. Die Christen monopolisieren einen beachtlichen Teil des Sozialwesens in vielen westlichen Ländern, überall hocken sie, wo es verwundbare Seelen gibt, die sie mit ihren angsteinflössenden Lehren schänden können: Hilflose Kinder werden an den Schulen und im Religionsunterricht mit christlichen Lehren beeinflusst, zahlreiche Drogen- und Alkoholrehabilitationseinrichtungen sind christlich geführt, Hilfswerke für Arme und Obdachlose laufen meist unter christlicher Flagge, in den Gefängnissen treiben sich Pfarrer aller Konfessionen herum, unzählige Notrufnummern und Sorgentelefone verbreiten auf subtile Art und Weise, ohne es offen zu bekennen, christliches Gedankengut, und selbst wenn sich ein Mensch an Weihnachten in Ruhe von einem Turm stürzen möchte, wird er von christlichen Seelenfängern aufgehalten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">Dass jedoch der Glaube, der diesen verzweifelten Menschen eingeflösst wird in einem Moment, in dem sie, von Angst getrieben, dafür empfänglich sind, zu einem konfusen Weltbild führt und nichts mit den Werten zu tun hat, die vernünftige Menschen für gut halten, wird dabei vergessen. Die Werte der Nächstenliebe sind nämlich keine christlichen Werte, sondern urmenschliche Werte. Nichtchristen sollten ihre Verantwortung, Nächstenliebe zu üben und sich sozial zu engagieren nicht abgeben und den Christen überlassen. Wenn Nichtchristen sich mehr um ihre Mitmenschen in den Drogenkliniken, auf der Strasse oder im Gefängnis kümmern würden und ihnen Werte der Menschlichkeit ohne das damit assoziierte judeochristliche Weltbild eines strafenden Gottes, der Blutopfer fordert um zu vergeben, einzuflössen, wären bestimmt viele Menschen glücklicher und befreiter. Glückliche und befreite Menschen wiederum erkennen den Wert des Lebens und geben ihr Leben nicht freiwillig hin. Solche Menschen wollen sich ihre Lebensfreude auch nicht nehmen lassen, indem sie andere unglücklich machen oder um ihr Leben bringen. Glückliche Menschen haben nichts, wofür es sich lohnen würde, in den Krieg zu ziehen und ihr Leben herzugeben. Und das bringt mich zum zweiten Argument. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">Der Glauben an ein ewiges Leben führt dazu, dass die Menschen den Wert dieses Erdenlebens – dieses einen kurzen Lebens, das wir mit Sicherheit haben – aus den Augen verlieren und bereit sind, dieses Leben ungelebt verstreichen zu lassen, zu töten und zu sterben. Christen, die Angst vor dem Jüngsten Gericht haben, verschwenden manchmal ihr ganzes Leben, indem sie aus Angst vor Gott ihre eigenen Lebenspläne nicht umsetzen und ihre weltlichen Wünsche hinter den Dingen, die in ihren Augen Gottes Wille sind, zurückstecken. Aber auch weniger ängstliche Christen können die Einmaligkeit des Lebens nicht erfassen und sehen deshalb nicht ein, was für eine ungeheure Tragödie es ist, wenn ein Menschenleben unwiederbringlich und für alle Zeiten zerstört wird. Sie lenken sich ab mit der Vorstellung, dass verstorbene Menschen im Himmel weilen und in gewisser Weise immer noch existieren. Wenn ein Angehöriger stirbt, kann diese Vorstellung ein Trost sein, wenn jedoch aufgrund dieser Vorstellung in Konfliktsituationen der eigene Tod oder der Tod anderer in Kauf genommen wird, ist sie gefährlich. Ich glaube fest daran, dass kein gesunder Mensch sich das Leben nehmen würde oder als Soldat im Krieg freiwillig sein Leben riskieren würde, wenn er nicht tief in seinem Inneren irgendwo einen Hauch von Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod hätte. Ausserdem würde ich behaupten, dass kein Mensch, der die Einmaligkeit und Unwiederbringlichkeit des Lebens erkannt hat, zu einer Waffe greifen und einem anderen Menschen das Leben nehmen würde. Werte, für die Menschen Waffen herstellen, Terroranschläge verüben und in den Krieg ziehen – Geld, Land, Rechte, sogar Gerechtigkeit – verlieren angesichts der Einzigartigkeit des Lebens ihren Sinn. </span></p>
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		<title>Free at Last</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 12:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirjam</dc:creator>
				<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Meine erste Weihnachten als Nichtchristin. Nach einem langen Leidensweg durch das Fegefeuer des Christentums fühle ich mich heute endlich frei. Ich hätte nie geglaubt, dass ich ohne Jesus angstfrei leben könnte. Ich durfte jedoch in den vergangenen Jahren erfahren, dass der Glaube an Jesus die Ursache meiner Ängste war und nicht der sichere Zufluchtsort, als [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suchenachgottalleimgleichenboot.wordpress.com&blog=3714989&post=44&subd=suchenachgottalleimgleichenboot&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span lang="DE-CH"><span style="font-size:small;font-family:Times New Roman;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH">Meine erste Weihnachten als Nichtchristin. Nach einem langen Leidensweg durch das Fegefeuer des Christentums fühle ich mich heute endlich frei. Ich hätte nie geglaubt, dass ich ohne Jesus angstfrei leben könnte. Ich durfte jedoch in den vergangenen Jahren erfahren, dass der Glaube an Jesus die Ursache meiner Ängste war und nicht der sichere Zufluchtsort, als den ihn die Christen beschreiben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH">Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass das Christentum aus verschiedenen Elementen von Jahrhunderte alten mystischen Kulten und Brauchtümern, aus religiösen Strömungen, aus heidnischen und jüdischen Volkssagen und Philosophien zusammengeschustert wurde und dass zur Untermauerung des neuen Glaubens alte Schriften von jüdischen Machthabern, Gelehrten und Propheten so uminterpretiert wurden, dass sie für den neuen Glauben, der zunächst symbolisch-gnostisch war und erst später historische Gültigkeit für sich beanspruchte, passten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH">Dass Jesus, so wie er im neuen Testament beschrieben wird, jemals existierte, glaube ich nicht mehr. Die Figur Jesus wurde kreiert und man legte Jesus Florilegien, Sprüche und Weisheiten aus alten Zeiten in den Mund: An einer Stelle zitiert Jesus Platon, an einer anderen Stelle eine griechische Fehlübersetzung von Jesaja (Mark 7:6-8). Viele Zitate des neuen Testaments sind aus dem Zusammenhang gezerrte und völlig falsch verstandene Schriften des alten Testaments. Die Midrasch-Tradition, anhand derer alte, heilige Texte abgeändert wurden, um neue Gedanken auszudrücken, hat ebenfalls einen Beitrag zu den Missverständnissen des Christentums geleistet. Im alttestamentlichen Kontext werden viele Männer „Gottes Sohn“ genannt, aber keine der Beschreibungen, die heute auf Jesus umgemünzt werden, war so gemeint, wie die Christen sie verstehen. Im Buch Samuel ist mit „Gottes Sohn“ ganz eindeutig Salomon gemeint und niemand anderer.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH">Liebe Christen, wenn Ihr in Euren Gebeten Jesus HERRN nennt, stellt Ihr Euch dann nicht manchmal die Frage, was das Wort HERR genau bedeutet? &#8222;Zu der Zeit fing man an, zu predigen von des HERRN Namen (1 Mose 4:26)&#8220;.</span><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH"> „Herr“ ist jedoch kein Eigenname. Was war der Name des HERRN? Wie riefen die Menschen zur Zeit Sets ihren Gott an, und war der Name, den Set kannte, der gleiche, den auch Abraham, Moses oder Jesus verwendeten? Mein damaliger Pastor wollte mir diese Fragen nicht beantworten. Das sei zu kompliziert, meinte er. Ich musste also wohl oder übel selbst auf die Suche gehen und sämtliche in der Bibel verwendete Gottesnamen recherchieren… Auf der Suche nach dem Namen des Herrn wurde ich zum ersten Mal auf die heidnischen und polytheistischen Ursprünge der jüdischen und christlichen Religion aufmerksam: Es war nämlich keineswegs so, dass die Menschen zu Zeiten Sets, Abrahams, Moses oder Jesu alle den gleichen Gottesnamen verwendeten. Manche Autoren des alten Testaments nannten Gott El, andere Elohim und wieder andere nannten ihn Jahwe, manche gesellten Jahwe ausserdem eine Partnerin, Aschera, bei, die aber in späteren Schriften als Götze bezeichnet wird. In den Evangelien schliesslich nannte Jesus Gott Abba, Vater. Durch die Suche nach Gottes Namen bin ich auch auf die Urkundentheorie gestossen, die mir half, Klarheit in mein Verständnis des alten Testaments zu bringen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;" lang="DE-CH">Ich kann allen Christen, die Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle mit den hartherzigen Lehren der Bibel in Einklang zu bringen, empfehlen, sich die Zeit zu nehmen, die Bibel zu lesen. Die Bibel hat mich frei gemacht, aber nicht in dem Sinne, wie ich es mir als Christin erhoffte, sondern in dem Sinne, dass ich hinter die Fassaden blicken konnte und dass ich die Menschenhände erkennen durfte, die sich an der Schaffung der Bibel beteiligten, die Machenschaften unter den Verfassern mit ihren unterschiedlichen Interessen, den Interessen des Königshauses Davids, den Interessen des Stammes Efraim, den Interessen des Südreiches gegenüber den Interessen des Nordreiches, den Interessen der Priester in der Zeit während und nach dem Exil, den Interessen der Exiljuden gegenüber denen, die nicht im Exil lebten&#8230; Mir fiel es wie Schuppen von den Augen, dass ich in all den Jahren dem grössten Dokumentenschwindel aller Zeiten auf den Leim gekrochen bin.</span></p>
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